Aktuelle Nachrichten – Deutschland
17.05.2010
Berlin (apn) Auf Einladung von Bildungsministerin Annette Schavan kommen Hochschulen, Studentenverbände, Gewerkschaften und Politik heute zur nationalen Bologna-Konferenz in Berlin zusammen. Ziel ist eine Verbesserung der umstrittenen Hochschulreform, mit der das zweistufige Studiensystem aus Bachelor (BA) und Master (MA) flächendeckend in Europa eingeführt wird. Der ursprüngliche Plan war vor zehn Jahren eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse und mehr Mobilität im europäischen Hochschulraum, doch häufen sich Klagen über Missstände.
Den Gipfel hatte die CDU-Politikerin Schavan nach den heftigen Studentenprotesten in Deutschland und Europa im vergangenen Jahr einberufen. Auf der Konferenz will sie nun gemeinsam mit Studenten Verbesserungsvorschläge erarbeiten.
Die Bildungsgewerkschaft GEW erhob vorab die Forderung nach einem neuen Bundeshochschulgesetz, das die Anerkennung von Studienleistungen und Abschlüssen sicherstellt und den freien Zugang zum Masterstudium gewährleistet. Zehn Jahre nach dem Start des Bologna-Prozesses sei nicht zu übersehen, dass die Länder mit den Reformen überfordert seien. Wer nur von einem Bundesland ins andere wechseln wolle, bekomme bereits absolvierte Semester vielfach nicht anerkannt, stellte die GEW fest. Zudem würden Bachelor-Absolventen häufig nicht zum Masterstudium zugelassen, obwohl sie weiterstudieren wollen. (AP)
www.bmbf.de
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