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Generalüberholung Neue ICE-Klimaanlagen sollen auch bei 45 Grad arbeiten

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16.07.2010

Neue Klimaanlagen in Zügen der Deutschen Bahn sollen künftig auch bei Aussentemperaturen bis zu 45 Grad funktionieren. Foto: Matthias Rietschel/AP
Neue Klimaanlagen in Zügen der Deutschen Bahn sollen künftig auch bei Aussentemperaturen bis zu 45 Grad funktionieren.

Foto: Matthias Rietschel/AP

Frankfurt/Main (apn) Neue Klimaanlagen in Zügen der Deutschen Bahn sollen künftig auch bei Außentemperaturen bis zu 45 Grad funktionieren. Entsprechende Geräte seien Teil der Ausschreibung des Projekts ICx, sagte eine Bahnsprecherin am Freitag auf DAPD-Anfrage. Der ICx soll unter anderen die in die Jahre gekommenen InterCity-Züge der Bahn ersetzen.

Zudem würden die neuen Geräte vor allem im Zuge der Generalüberholung in der zweiten ICE-Baureihe installiert, die von diesem Jahr an modernisiert werden soll. „Wir prüfen derzeit, in welchem Unfang die Modernisierung der Klimaanlagen stattfinden wird“, sagte die Sprecherin weiter.

Der Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Homburg, kündigte in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ am Donnerstagabend außerdem an, die Fertigung der sogenannten Regelwerkskonformität prüfen zu wollen. Dabei soll insbesondere darauf geachtet werden, dass Neuanschaffungen bestimmten Normen entsprächen. Auch würden die Funktionstüchtigkeit untersucht, wenn bestimmte Grenzwerte erreicht würden.

Lob und Kritik

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Winfried Hermann, zeigte sich unterdessen mit den von der Bahn getroffenen Maßnahmen zufrieden. „Darüber bin ich froh. Das ist ein Ergebnis der Chaostage“, sagte der Grünen-Verkehrspolitiker Hermann der „Mitteldeutschen Zeitung“ zum Einbau besserer Geräte. Auch bei Kälte müsse man mit größeren Problemen rechnen, wurde Hermann zitiert. Zudem brauche die Bahn mehr Reserven. Die technische Anpassung dauere aber Jahre. „Die Kapazitäten sind begrenzt.“

Zugleich erhob Hermann schwere Vorwürfe gegen das frühere Konzernmanagement unter Hartmut Mehdorn. Das Unternehmen sei ausschließlich mit dem Ziel geführt worden, es an die Börse zu bringen. „Da wurde nur das Nötigste investiert, weil alles andere die Bilanzen versaut hätte. Das müssen Rüdiger Grube und die neue Bahnführung jetzt bitter bezahlen.“

„Da darf man nichts verharmlosen“

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Florian Pronold, griff dagegen erneut das jetzige Management des Unternehmens an. Es gebe offensichtlich Fehler im System, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Es geht um die Gesundheit von Menschen. Da darf man nichts verharmlosen.“

Wegen der großen Hitze fielen bei der Deutschen Bahn nach eigenen Angaben innerhalb einer Woche in etwa 50 Zügen die Klimaanlagen aus. Am vergangenen Wochenende mussten etwa in Bielefeld viele Fahrgäste mit Kreislaufproblemen behandelt werden. Betroffen sind vor allem ICE 2. (AP)

 

 

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