Gesundheit - Aktuelle Nachrichten, Ratgeber und Berichte – Neue Wege im Kampf gegen tödliche Pilzinfektion – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Gesundheit

Neue Wege im Kampf gegen tödliche Pilzinfektion

DAPD

21.03.2007

Würzburg – Ein internationales Expertenteam sucht neue Wege im Kampf gegen eine gefährliche Pilzinfektion: Die so genannte invasive Aspergillose tritt vor allem nach einer Stammzell- oder Organtransplantation auf, wenn das Immunsystem künstlich unterdrückt wird, um eine Abstoßungsreaktion zu verhindern. Auch nach einer Chemotherapie ist die Gefahr groß, an dem Pilz zu erkranken, der trotz Behandlung oft tödlich verläuft, wie Hermann Einsele von der Uniklinik Würzburg berichtet.

Die Gründe für die hohe Sterblichkeit sieht der Mediziner in den bisher fehlenden Möglichkeiten, die Infektion früh zu erkennen. Zudem seien die zur Verfügung stehenden Medikamente nur bedingt wirksam. Die Forscher aus Italien, Irland, Frankreich und Deutschland suchen daher nach neuen Ansätzen für die Diagnostik und wollen dazu beitragen, die Behandlung zu verbessern.

Aspergillus ist ein weit verbreiteter Schimmelpilz. Den Angaben zufolge atmet jeder Mensch im Durchschnitt täglich etwa 30 bis 60 Aspergillus-Sporen ein. Sein Immunsystem sorgt jedoch dafür, dass sich daraus keine Infektion entwickelt. Arbeitet das Immunsystem jedoch nur eingeschränkt, kann der Schimmelpilz im Lungengewebe wachsen, sich ausbreiten und auch andere Organe wie Nieren, Herz und Gehirn befallen. Nach einer Stammzelltransplantation erkrankt etwa jeder Zehnte an Aspergillose, 60 bis 80 Prozent der Betroffenen sterben trotz der Behandlung. (AP)

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