Kultur – Neuer Wettbewerb für Einheitsdenkmal startet im Februar – DAPD
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Abgespeckt Neuer Wettbewerb für Einheitsdenkmal startet im Februar

DAPD

30.12.2009

Berlin – Nach der Pleite beim ersten Wettbewerb für ein Einheitsdenkmal auf dem Berliner Schlossplatz soll es ab Februar einen zweiten Anlauf geben. Zunächst können sich in einem offenen Verfahren Künstler und Architekten bewerben, von denen dann ein Gremium eine beschränkte Zahl für den eigentlichen Wettbewerb auswählt, wie Kulturstaatsminsiter Bernd Neumann in einem DAPD-Interview sagte.

Der Siegerentwurf solle möglichst am 3. Oktober 2010 präsentiert werden. Die Einweihung werde noch in dieser Legislaturperiode angestrebt, sagte der CDU-Politiker.

Der erste Wettbewerb war gescheitert, weil von den 532 eingereichten Entwürfen keiner den Anforderungen standhielt. Eigentlich wollte die Bundesregierung die Ergebnisse des Wettbewerbs zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im November präsentieren. Der Bundestag hat für den Bau 15 Millionen Euro bewilligt. Ein Teil davon ist aber für ein Einheitsdenkmal in Leipzig.

Erste Ausschreibung überladen

Neumann betonte, die inhaltlichen Anforderungen an die Ausschreibung würden nun schlanker. „Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass die erste Ausschreibung völlig überladen war. Da sollte ja die gesamte Freiheitsgeschichte ab 1848 bis jetzt gewürdigt werden. Bei der neuen Ausschreibung setzen wir den Schwerpunkt auf die friedliche Revolution, den Fall der Mauer bis hin zur Wiedervereinigung.“

Der Bezug zu Leipzig werde auch entbehrlich werden, da inzwischen Einvernehmen über die Errichtung eines eigenen Denkmals in der Stadt erzielt worden sei, sagte Neumann. Zudem sei auch ein Ort der Information kein Thema mehr.

Idee entstand vor über zehn Jahren

Die Idee für den Bau des Denkmals hatte der damalige Präsident des Bundesamts für Bauwesen, Florian Mausbach, bereits vor gut zehn Jahren. Damals war die Zeit aber offenbar noch nicht reif – man stritt über die Realisierung des Holocaust-Mahnmals.

Erst am 9. November 2007 beschloss der Bundestag den Bau eines Einheitsdenkmals. Zahlreiche Redner plädierten auch für ein Denkmal in Leipzig, wo die Montagsdemonstrationen begonnen hatten, die schließlich zum Fall der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 führten.

http://www.kulturstaatsminister.de/

http://www.freiheits-und-einheitsdenkmal.de/ (AP)

 

 

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