Aktuelle Nachrichten – Politik und Konjunktur
03.12.2011
Foto: AP Photo/Ariana Cubillos
Caracas – Mit der Gründung des neuen Staatenbundes CELAC haben die Länder Lateinamerikas und der Karibik am Samstag in Caracas eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit vereinbart. Mehrere Staats- und Regierungschefs sprachen sich auf einem zweitägigen Gipfel in der venezolanischen Hauptstadt ausdrücklich für eine Förderung lokaler Betriebe und eine Ankurbelung des Handels innerhalb der Region aus. Gastgeber Hugo Chavez erklärte, mit der CELAC könne zugleich der US-Einfluss zurückgedrängt werden – anders als in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sind die USA und Kanada in der CELAC nicht mit dabei.
Die Region verfüge über ein enormes Potenzial in einer von großen Unsicherheiten geplagten Weltwirtschaft, sagte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos. Die brasilianische Regierungschefin Dilma Rousseff forderte einen "Blick auf die Nachbarn" zur Sicherung des bisher überwiegend guten Wachstums. Die Bedrohung durch die Finanzkrise dürfe nicht aus den Augen verloren werden, zugleich sollten die Staaten der Region mit einem "neuen Paradigma" auf die Krise reagieren, sagte Rousseff.
Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa erklärte gemeinsam mit Chavez seine Hoffnung, die CELAC werde eines Tages die vom Einfluss Washingtons geprägte OAS in ihrer Bedeutung überschatten. Andere Teilnehmer der Gründungskonferenz forderten hingegen, die CELAC solle als Forum zur Lösung von Konflikten und zum Aufbau engerer Beziehungen, nicht aber als Alternative zur OAS betrachtet werden.
(dapd)
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