Politik und Konjunktur – Neues Spitzentreffen zu A400M in Berlin – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Politik und Konjunktur

Militärtransporter Neues Spitzentreffen zu A400M in Berlin

DAPD

17.01.2010

Berlin (apn) Ein neuer Versuch zur Sicherung des geplanten Militärtransporter-Flugzeuges A400M soll laut Informationen des „Handelsblatts“ Ende der Woche in Berlin unternommen werden. Die sieben beteiligten europäischen Regierungen hätten dazu das Unternehmen EADS eingeladen, berichtete die Zeitung (Montagausgabe).

Die Regierungen – darunter die deutsche – hatten in der vergangenen Woche betont, dass sie auf die Erfüllung des Vertrages aus dem Jahr 2003 bestehen, der die Lieferung von 180 Maschinen zum Fixpreis von 20 Milliarden Euro vorsieht. Als Kompromiss bieten sie laut „Handelsblatt“ nun an, auf bestimmte von den Militärs geforderte Flugeigenschaften zu verzichten. Dies könnte die Produktion des Airbus-Transportflugzeuges erheblich verbilligen. EADS hatte gewarnt, dass die Kosten bis zu elf Milliarden Euro über den bisherigen Planungen liegen könnten.

„Ein sehr positives Zeichen“

EADS-Vorstandschef Louis Gallois begrüßte das Verhandlungsangebot der Käufernationen. „Das ist ein sehr positives Zeichen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Er deutete Kompromissbereitschaft an: „Wir sind bereit, konstruktiv an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung zu arbeiten.“

Der EADS-Chef forderte die Regierungen auf, sich an den Mehrkosten zu beteiligen: „Der A400M ist selbst zum höheren Preis noch günstiger, moderner und vielseitiger einsetzbar als die amerikanische Konkurrenz“, warb Gallois für eine einvernehmliche Lösung. 40.000 Arbeitsplätze hingen in Europa von dem Projekt ab. Airbus-Chef Tom Enders hatte die Einstellung der Entwicklung angedroht, wenn die Staaten nicht einen Teil der Mehrkosten übernähmen.

Der Transporter sollte 2009 ausgeliefert werden, hat jetzt aber gerade erst seinen Erstflug hinter sich und soll nun 2012 fertig sein. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, die Türkei, Belgien und Luxemburg haben 2003 insgesamt 180 Militärtransporter zum Gesamtpreis von 20 Milliarden Euro bestellt. (AP)

 

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Weitere Artikel
Anzeige