Medizin – Neues Verfahren zur Erkennung Milzbranderreger Bacillus anthracis – dapd Jena
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Gefährlich oder Harmlos Neues Verfahren zur Erkennung Milzbranderreger Bacillus anthracis

dapd Jena

27.04.2012

Verfahren zur raschen Erkennung des Milzbranderregers entwickelt.  Foto: Michael Bührke  / pixelio.de
Verfahren zur raschen Erkennung des Milzbranderregers entwickelt.

Foto: Michael Bührke / Pixelio

Jena – Ein rasches und zugleich genaues Verfahren zur Erkennung vom Milzbranderreger Bacillus anthracis haben thüringische Wissenschaftler entwickelt. Damit steht bereits nach drei Stunden fest, ob es sich bei einer Substanz um die gefährlichen Anthrax-Sporen handelt.

Die Physikochemiker von der Universität Jena versetzten verschiedene Haushaltspulver wie Backpulver, Mehl, Natron, Vogelsand, Waschmittel oder Schmerztabletten mit genetisch eng verwandten und daher mit bisherigen Methoden kaum unterscheidbaren Bacillus-Keimen, unter anderem auch dem milzbranderregenden Anthrax. Mehr als 5.500 Messungen waren notwendig, um das System zu trainieren, dann hatten die Wissenschaftler eine Trefferquote von rund 95 Prozent erreicht.

Theoretisch reichen den Forschern einzelne Zellen, um die mitunter lebenswichtige Entscheidung zwischen "gefährlich" und "harmlos" zu treffen. "Wir haben uns schon seit Jahren auf den Nachweis von Mikroorganismen mithilfe einer optischen Methode, der Raman- Spektroskopie, spezialisiert", erläutert Jürgen Popp, Direktor der an der Arbeit beteiligten Institute für Physikalische Chemie (IPC) und Photonische Technologien (IPHT). "Wir nehmen von den Keimen einen sogenannten spektralen Fingerabdruck, anhand dessen wir sie schnell und eindeutig erkennen."

Die im Fachblatt "Angewandte Chemie" veröffentlichten Erkenntnisse über das neue Verfahren zur Erkennung vom Milzbranderreger Bacillus anthracis können auch auf andere Gebiete übertragen werden, etwa wenn es um die Keimbelastung von Lebensmitteln oder Bodenproben geht.    (dapd)

 

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