Aktuelle Nachrichten – Kultur
15.11.2012
Foto: dapd/Clemens Bilan
Berlin – Das künstlerische Archiv des Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész ist am Donnerstag in der Akademie der Künste in Berlin eröffnet worden.
Es sei "eine bewegende Geste des Vertrauens und der Versöhnung, dass Imre Kertész als Überlebender des Holocaust dieses einmalige Oeuvre auf Dauer einer Akademie in der Hauptstadt Deutschlands überlässt", erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) in einer vorab verbreiteten Rede anlässlich der Eröffnung.
Das Entstehen des großartigen Werks von Kertész werde anhand "vieler einzigartiger Dokumente und Originalzeugnisse nachvollziehbar - ein Konvolut von herausragender literarischer, aber auch historischer Bedeutung". Kertész sei zugleich "Zeitzeuge und literarische Stimme gegen das Vergessen", erklärte Neumann.
Der 82-jährige Kertész, Überlebender von Auschwitz und Buchenwald, hat 1975 mit seinem "Roman eines Schicksallosen" eine neue künstlerische Sichtweise in die Literatur und die Darstellung des Holocaust gebracht. 2002 erhielt Imre Kertész den Nobelpreis für Literatur.
Das Archiv der AdK ist das bedeutendste interdisziplinäre Archiv zu Kunst und Kultur im deutschen Sprachraum seit 1900.
dapd
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