Boston – Eine nicht-medikamentöse Therapie kann die Beschwerden bei Asthma bessern. Die so genannte bronchiale Thermoplastie ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem der Arzt einen kleinen Teil jener Muskelschicht abträgt, deren verengendes Zusammenziehen zu der typischen Atemnot führt. Diese Behandlung führte in einer kanadischen Studie zu einer besseren Kontrolle von mittlerem bis schwerem Asthma, die auch noch nach einem Jahr anhielt.
Der Eingriff erfolgt in drei ambulanten Sitzungen, von denen jede weniger als eine Stunde dauert. Dabei wird unter Kurznarkose ein so genanntes Bronchoskop durch Nase oder Mund in die kleinen Atemwege eingeführt. Dort wird die unter der Schleimhaut liegende Muskelschicht mit Radiofrequenzstrahlung erhitzt und abgetragen.
In einer Studie der McMaster Universität in Hamilton wurde die Effektivität und Sicherheit des neuen Verfahrens an 112 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren überprüft. Die per Thermoplastie behandelten Patienten hatten auch noch nach einem Jahr weniger Asthmaanfälle, mehr symptomfreie Tage, eine bessere Lebensqualität und benötigten weniger Medikamente, wie das „New England Journal of Medicine“ berichtet. Nebenwirkungen wie Dyspnoe, Husten, Giemen traten demnach nur kurz nach den Eingriffen auf und ließen dann nach.
(Quelle: „New England Journal of Medicine“, Vol. 356, S. 1327-1337) (AP)
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