Aktuelle Nachrichten – Kultur
24.09.2009
Berlin – Der sogenannte Nobelpreis der Künste geht in diesem Jahr unter anderem an den österreichischen Pianisten Alfred Brendel. In der Kategorie Theater/Film erhält den „Praemium Imperiale“ der britische Schriftsteller Tom Stoppard, wie die Stifterin, die „Japan Art Association“, am Donnerstag in Berlin mitteilte.
Bei der Bekanntgabe war der jüngere Bruder des japanischen Kaisers anwesend. Prinz Hitachi ist der Schirmherr des in jeder Kategorie mit 111.000 Euro dotierten Preises. Der Prinz wird die Auszeichnungen am 22. Oktober in Tokio verleihen.
Brendel spielte als erster Pianist sämtliche Klavierwerke Beethovens ein. Sein Repertoire umfasst vor allem die klassischen Werke deutsche und österreichischer Komponisten. Der „Art Association“ zufolge zeichnen sich Brendels Interpretationen durch intellektuelle Tiefe und hohe Authentizität aus. Der Autor Stoppard sei einer wichtigsten modernen Dramatiker weltweit. Er erhielt einen Oscar für das Drehbuch zu dem Film „Shakespeare in Love“.
In der Abteilung Malerei wird dieses Jahr als erster Fotograf der Japaner Hiroshi Sugimoto geehrt. Den Preis für Skulpturen erhält der Brite Richard Long, der zum Beispiel Steine oder Holz in Kreisen, Ellipsen oder Kreuzen anordnet. In der Kategorie Architektur gewann die Irakerin Zaha Hadid. Den Nachwuchspreis (37.000 Euro) bekommt das Kammerorchester Kremerata Baltica.
Die „Japan Art Association“ sieht den Praemium Imperiale als Ergänzung zum Nobelpreis, der im Bereich Kultur nur für Literatur vergeben wird. Frühere Preisträger sind etwa Leonard Bernstein, Pina Bausch und Georg Baselitz. (AP)
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