Aktuelle Nachrichten – Gesellschaft
11.10.2006
Hamburg - Der diesjährige Empfänger des Wirtschaftsnobelpreises, Edmund S. Phelps, hält eine Verkleinerung des Sozialstaates nicht für notwendig. In einem Interview von «Zeit Online» sagte Phelps: «Wenn die Staaten tun, was ich vorschlage, wird es nicht notwendig sein, den Wohlfahrtsstaat zu verkleinern.» Der New Yorker Ökonomieprofessor forderte aber, dass Staaten in Europa Hindernisse für Unternehmer abbauen. Außerdem sollten sie den Finanzsektor stärken und das Unternehmertum fördern.
Phelps, der als Erfinder des Kombilohns gilt, riet dem Bericht zufolge auch Europa zu diesem Modell. Der staatlich subventionierte Lohn sei weniger ein Instrument für mehr Wachstum als für mehr Gerechtigkeit. Auf diese Weise könne man sicherstellen, «dass an dieser wunderbaren Wirtschaftsmaschine jeder mitwirken kann». Wenn nur ein Teil der Leute mit dem Arbeitssektor verbunden sei, behindere das auch die Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft.
(AP)
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