Klima – Nordkorea lädt IAEA zu Gesprächen über Reaktorabschaltung ein – DAPD
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Nordkorea lädt IAEA zu Gesprächen über Reaktorabschaltung ein

DAPD

17.06.2007

Die Nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang umgeben vom Smog der Kohlekraftwerke in Pjöngjang, Nordkorea am 17. Juni 2007. (AP Photo/KOREA POOL, Ru Hyo-jin)
Die Nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang umgeben vom Smog der Kohlekraftwerke in Pjöngjang, Nordkorea am 17. Juni 2007. (AP Photo/KOREA POOL, Ru Hyo-jin)

Seoul – Nordkorea macht anscheinend ernst mit der schon im Februar vereinbarten Abschaltung seines wichtigsten Atomreaktors und hat Inspektoren der IAEA zu Gesprächen eingeladen. Bei diesem Arbeitstreffen soll es um die Modalitäten der Abschaltung gehen, wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Samstag berichtete. Der Schritt der Regierung in Pjöngjang wurde von den USA und Südkorea begrüßt. Es wird erwartet, dass die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde schon bald nach Nordkorea reisen.

Die IAEA in Wien bestätigte den Eingang des Schreibens und erklärte, am Montag werde über die nächsten Schritte beraten. Der US-Atomunterhändler Christopher Hill sagte, er erwarte, dass die IAEA-Inspektoren sehr schnell aufbrächen. „Ich denke, sie haben auf diese Aufforderung nur gewartet.“ Die nächste Runde der Atomgespräche könne Anfang Juli beginnen, sagte Hill weiter.

KCNA berichtete, die Inspektoren der UN-Organisation seien eingeladen worden, nachdem die Freigabe von bislang gesperrten 20 Millionen Dollar nun in ihr letztes Stadium getreten sei. Bei den Gesprächen solle es um die Verifizierung der Abschaltung des Reaktors in Yongbyon durch die IAEA gehen. Die Freigabe der bislang von den USA blockierten nordkoreanischen Gelder auf einer Bank in Macau war Teil der Vereinbarung bei den Sechs-Parteien-Gesprächen Nordkoreas mit den USA, Russland, China, Japan und Südkorea im Februar. Im Gegenzug hatte Nordkorea die Abschaltung seines Atomreaktors in Yongbyon zugesagt.

Die vereinbarte Überweisung des Geldes an Nordkorea hatte sich aber immer wieder verzögert, weshalb Nordkorea sich weigerte, seinen Teil der Vereinbarung umzusetzen. Das Geld sei von dem bislang gesperrten Konto inzwischen in Russland eingetroffen, teilte Hill am Samstag mit. Nun müssten schnell weitere Schritte folgen.

Auch das Weiße Haus in Washington begrüßte die nordkoreanische Erklärung. „Das ist ein guter Schritt“, sagte Gordon Johndroe, ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats. Die Teilnehmer an den Sechs-Parteien-Gesprächen könnten sich nun auf die volle Umsetzung der Vereinbarungen vom Februar konzentrieren, die zu einer atomwaffenfreien Zone auf der koreanischen Halbinsel führen sollen. Auch der südkoreanische Chefdelegierte Chun Yung Woo begrüßte die neue Entwicklung als „gute Nachricht“. (AP)

 

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