Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Nordkorea verschärft den „Krieg der Worte“ – Hyung-Jin Kim
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Tausendfache Vergeltung Nordkorea verschärft den „Krieg der Worte“

Hyung-Jin Kim

17.06.2009

Der amerikanische Präsident Barack Obama  wurde von Nordkorea als Heuchler bezeichnet und den USA und Südkorea wurden „hundert- bis tausendfache Vergeltung“ angedroht, (AP Photo/Yonhap, Lee Sang-hack)
Der amerikanische Präsident Barack Obama wurde von Nordkorea als Heuchler bezeichnet und den USA und Südkorea wurden „hundert- bis tausendfache Vergeltung“ angedroht, (AP Photo/Yonhap, Lee Sang-hack)

Seoul – Unbeeindruckt vom internationalen Druck gegen sein Atomprogramm hat Nordkorea seinen „Krieg der Worte“ vor allem an die Adresse der USA verstärkt. In einem von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Zeitungskommentar wurde der amerikanische Präsident Barack Obama als Heuchler bezeichnet und den USA und Südkorea „hundert- bis tausendfache Vergeltung“ angedroht, sollte die „Souveränität auch nur ein bisschen“ verletzt werden.

Das Treffen Obamas mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak am Dienstag in Washington wurde in dem Kommentar von „Minju Joson“ nicht erwähnt. Obama hatte Nordkorea dabei als „ernste Bedrohung“ bezeichnet und mit Lee den Aufbau einer globalen strategische Allianz vereinbart, die die kommunistische Regierung in Pjöngjang von ihrem Atomprogramm abbringen soll.

In dem Kommentar hieß es dazu, ein Atomprogramm sei „kein Monopol der USA“. Obama sei ein Heuchler, weil er eine atomwaffenfreie Welt propagiere und zugleich zu Hause neue Atomwaffen entwickeln lasse.

Eine südkoreanische Zeitung berichtete unterdessen, Pjöngjang habe mit der Verringerung seiner Konten in dem chinesischen Territorium Macau und anderer Guthaben im Ausland begonnen. Der Experte Lim Eul Chul von der südkoreanischen Universität Kyungnam bezweifelte dies. Nordkorea habe seine Guthaben in Macau schon drastisch verringert, als Guthaben unter vorigen Sanktionen eingefroren worden waren, sagte Lim. „Sie wissen, wie sie ihre Geld behalten und sichern können“, sagte er. Nordkorea habe Konten in der Volksrepublik China eingerichtet, die auf den Namen chinesischer Firmen und koreanisch-chinesischer Bürger liefen. (AP)

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