Aktuelle Nachrichten – International
01.07.2009
Washington – Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat Honduras mit Sanktionen gedroht, wenn der gestürzte und ins Exil getriebene Präsident Manuel Zelaya nicht wieder in sein Amt eingesetzt wird. Zelaya kam am Dienstagabend in Washington mit dem OAS-Gesandten und argentinischen Außenminister Jorge Taiana zusammen, der von einer gefährlichen Lage sprach. Wenn diplomatische Mittel keinen Erfolg hätten, müsse darüber nachgedacht werden, ob Honduras' Mitgliedschaft in der OAS und seine damit verbundenen Rechten und Pflichten ausgesetzt werden müssten.
Den Wunsch des neuen honduranischen Präsidenten Roberto Micheletti, eine Delegation zur OAS-Sitzung zu schicken, wies die Organisation zurück. Zelaya hatte angekündigt, dass er mit OAS-Generalsekretär Jose Miguel Insulza am Donnerstag nach Honduras zurückkehren will. Micheletti drohte ihm danach mit der Festnahme.
Der gestürzte Präsident Manuel Zelaya kommt seinen Gegnern indes in einem zentralen Punkt entgegen: Er wolle zwar die bis zum 27. Januar laufende Amtszeit beenden, werde sich dann aber nicht mehr zur Wiederwahl stellen, sagte er am Dienstag in New York nach einer Rede vor der UN-Vollversammlung. (AP)
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