Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Obama fordert gemeinsames Handeln gegen Weltprobleme – Edith Lederer
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Neue Ära der Zusammenarbeit Obama fordert gemeinsames Handeln gegen Weltprobleme

Edith Lederer

23.09.2009

US-Präsident Barack Obama bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen. (AP Photo/Charles Dharapak)
US-Präsident Barack Obama bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen. (AP Photo/Charles Dharapak)

New York – US-Präsident Barack Obama hat an die internationale Gemeinschaft appelliert, die globalen Probleme gemeinsam zu schultern, und damit den Führungsanspruch der USA in der Welt aufgegeben. Eine neue Ära der Zusammenarbeit müsse beginnen, sagte Obama am Mittwoch in seiner mit Spannung erwarteten ersten Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. „Diejenigen, die früher Amerika für Alleingänge gerügt haben, können nun nicht einfach nur herumstehen und darauf warten, dass Amerika die Probleme der Welt alleine löst“, sagte der US-Präsident.

Um eine friedliche und prosperierende Zukunft zu sichern, seien vier Voraussetzungen notwendig, erklärte Obama: die nukleare Abrüstung, die Förderung von Frieden und Sicherheit, die Rettung der Erde und die Sicherung einer Weltwirtschaft, die allen Menschen eine Chance biete. Diese vier Säulen müssten „die Leitlinien der internationalen Zusammenarbeit“ sein.

Obama räumte zugleich an, dass die US-Politik der vergangenen Jahre teils zu Recht kritisiert worden sei. Die Staats- und Regierungschefs dürften sich aber nicht über Unterschiede zu anderen definieren, sondern über Gemeinsamkeiten. In der Vergangenheit seien die Vereinten Nationen oft ein Forum der Zwietracht und nicht der Gemeinsamkeit gewesen.

Neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit

Die USA seien bereit, ein neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit aufzuschlagen, sagte Obama. Dabei sollten die Rechte und Pflichten aller Staaten anerkannt werden. Obama erhielt für seine Rede wohlwollenden Applaus, jedoch keine stehenden Ovationen. Auch der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi spendete Beifall, der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hingegen nicht.

Mit Blick auf den Nahost-Konflikt erklärte der US-Präsident, es sei an der Zeit für neue Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen. Ziel seien „zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit“ existieren könnten. Nordkorea und den Iran rief er auf, im Sinne der Weltsicherheit ihre Atomwaffenprogramme aufzugeben. Ansonsten müssten beide Staaten zur Verantwortung gezogen werden.

Ban für gemeinsamen Kampf gegen Armut und Atomwaffen

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief zuvor die internationale Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Kampf gegen Armut und Atomwaffen auf. Außerdem sollten die Staaten ihre Differenzen bei der Klimapolitik überwinden und sich möglichst rasch auf gemeinsame Anstrengungen zum Klimaschutz einigen. Angesichts der zahlreichen aktuellen Krisen erwarte die Welt von den Vereinten Nationen eine Antwort, sagte zur Eröffnung der UN-Vollversammlung. An der Tagung in New York nahmen mehr als 120 Staats- und Regierungschefs teil. (AP)

 

 

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