Foto: © 2012 AP. Photographer: Haraz N. Ghanbari/AP/dapd
Orlando – US-Präsident Barack Obama rückt im Wahlkampf gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney zunehmend die Gesundheitspolitik in den Mittelpunkt. Einerseits kann er nach Angaben von Beobachtern damit von Romneys wichtigsten Wahlkampfthemen - Wirtschaft und weiterhin hohe Arbeitslosigkeit - ablenken. Zum anderen gibt ihm eine neue Studie eines den Demokraten nahestehenden Harvard-Professors günstige Zahlen für seine Gesundheitsreform in die Hand.
Der Studie David Cutlers zufolge muss ein Durchschnittsverdiener, der 2023 in Rente geht, danach in seinem Ruhestand fast 60.000 Dollar (47.000 Euro) mehr für seine Gesundheitsversorgung ausgeben, sollten Romneys Vorstellungen zu Medicare umgesetzt werden. 2030 - also für die heute 48-Jährigen - seien es sogar 124.600 Dollar.
Romney und sein Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan wollen das mit Gutscheinen abmildern. Obama sagte dazu bei seiner Wahlkampftour durch Florida - einem Staat mit einem hohen Anteil älterer Menschen - er werden Medicare niemals in ein Gutscheinsystem umwandeln lassen. "Ich glaube, das kein Amerikaner in seinen goldenen Jahren der Gnade von Versicherungsgesellschaften ausgeliefert sein darf", sagte er in Kissimmee. Vizepräsident Joe Biden nannte den republikanischen Plan in Ohio "Vouchercare".
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