Aktuelle Nachrichten – International
30.08.2008
Dayton/USA – Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin zu ihrer Nominierung gratuliert. „Er wünscht ihr Glück, aber nicht zuviel“, sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs nach der überraschenden Entscheidung des Republikaners John McCain.
Sowohl Obama als auch sein Vizekandidat Joe Biden telefonierten am Freitag mit der 44-jährigen Gouverneurin von Alaska. Obama habe ihr gesagt, dass sie „eine blendende Kandidatin“ sein werde. Allerdings stiegen die Demokraten auch gleich in den Wahlkampf mit der unerwarteten Gegnerin ein. Obamas Sprecherin Adrianne Marsh bezeichnete Palin als „ehemalige Bürgermeisterin einer Stadt von 9.000 Einwohnern mit null außenpolitischer Erfahrung“. McCain habe eine solche Politikerin „nur einen Herzschlag von der Präsidentschaft entfernt“ platziert, hieß es in einer schriftlichen Erklärung der Sprecherin.
McCains Entscheidung bedeutet, dass die Präsidentschaftswahl am 4. November auf jeden Fall einen Ausgang von historischer Bedeutung haben wird. Entweder wählen die Amerikaner erstmals einen Präsidenten dunkler Hautfarbe oder erstmals eine Frau ins Amt des Vizepräsidenten. Nach einem am Freitag veröffentlichten Ergebnis einer Gallup-Umfrage führt Obama nach dem Parteitag der Demokraten in Denver mit einer Zustimmung von 49 Prozent vor McCain mit 41 Prozent. Der am Montag beginnende Wahlparteitag der Republikaner in Minneapolis-St. Paul könnte diese Momentaufnahme aber wieder ändern. (AP)
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