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Bei Gipfeln in Europa Obama will neuen US-Führungsstil präsentieren

Liz Sidoti

28.03.2009

US-Präsident Barack Obama.  (AP Photo/Ron Edmonds)
US-Präsident Barack Obama. (AP Photo/Ron Edmonds)

Washington – US-Präsident Barack Obama will bei der ersten großen Auslandsreise seiner Amtszeit der Welt einen neuen Führungsstil präsentieren. Auf den Gipfeln von G-20, NATO und EU will er sich kommende Woche als Staatsmann präsentieren, der zuhört und dann seine Visionen präsentiert, um die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in den Griff zu bekommen.

„Es ist eine Gelegenheit, nicht nur die geerbten Probleme anzugehen, sondern auch die Bündnisse für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts fitzumachen“, sagt der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater, Denis McDonough. Dazu gehören eine Grundsatzrede zum transatlantischen Verhältnis in Frankreich und zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen in Tschechien.

Jede Minute der am kommenden Dienstag beginnenden Europareise Obamas ist verplant. Der US-Präsident wird neben den Gipfeln auch Zeit für eine Diskussion mit türkischen Studenten haben, sich mit dem saudiarabischen König Abdullah treffen und weitere bilaterale Begegnungen mit Staats- und Regierungschefs absolvieren.

Die Wirtschaftskrise wird das beherrschende Thema beim G-20-Gipfel in London und dem Treffen mit der EU in Prag sein. Der NATO-Jubiläumsgipfel bringt aber auch Fragen der Sicherheit auf die Agenda – von Atom bis Energie und Terrorismus bis hin zu Afghanistan und Pakistan.

Gesprächsmarathon in London

„Der Präsident geht nach London, um zuzuhören, aber auch um zu führen“, kündigt der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, an. Es gibt offensichtliche Meinungsverschiedenheiten bei der Lösung der Wirtschaftskrise. In London trifft Obama mir dem britischen Premierminister Gordon Brown, dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao, und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zusammen. Auch Termine mit König Abdullah, dem indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh und dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak sind hier geplant.

Dann reist Obama weiter zum NATO-Gipfel in Kehl und Straßburg, wo Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy sowie der NATO-Arbeitsgruppe auf dem Programm stehen. Hier wird er eine Grundsatzrede zum transatlantischen Verhältnis halten.

In Prag trifft Obama am Wochenende die Vertreter der EU-Präsidentschaft, den tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus und den amtieren Ministerpräsident Mirek Topolanek. Am Sonntagabend fliegt er nach Ankara, wo er mit Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zusammentreffen wird. In Istanbul ist am Dienstag die Diskussion mit Studenten geplant – laut den Beratern des Präsidenten ein Versuch, mit den jungen Leuten in Europa und Südwestasien ins Gespräch zu kommen. (AP)

 

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