Aktuelle Nachrichten – Gesellschaft
11.05.2012
Foto: Simone Peter/ Pixelio
Berlin – Das Vorlesen im Kleinkindalter stärkt die Lesekompetenz von Teenagern. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag in Berlin vorgestellte OECD-Studie. Der Zusammenhang sei in Deutschland und Neuseeland besonders stark ausgeprägt. Bei 15-jährigen Schülern, die in Deutschland an den PISA-Bildungstests teilgenommen hatten, lagen die Leseergebnisse im Schnitt um 51 Punkte höher, wenn ihre Eltern ihnen im Kleinkindalter vorgelesen hatten. Zum Vergleich: 39 Punkte entsprechen dem Fortschritt zwischen zwei Schuljahren. Ähnlich Erfolg versprechend seien Beschäftigungen wie das Singen von Liedern oder das Erzählen von Geschichten.
Für die Studie wurden Daten aus der PISA-Erhebung von 2009 ausgewertet. In 14 Ländern wurden zusätzlich Fragebögen an Eltern verteilt.
Die Studie belege, dass Eltern einen entscheidenden Beitrag zum schulischen Erfolg ihrer Kinder leisten können, kommentierte der OECD-PISA-Experte Andreas Schleicher die Ergebnisse. Zum Vorlesen brauchten Eltern keinen Doktortitel und müssten auch nicht Stunden mit der Betreuung von Hausaufgaben ihrer Kinder zubringen.
(dapd)
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