New York – Der Ölpreis ist zu Beginn des neuen Jahres auf ein Rekordhoch gestiegen: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl schnellte am Mittwoch an der New Yorker Rohstoffbörse zwischenzeitlich auf 100 Dollar, bevor er wieder leicht sank. Analysten erklärten, offenbar hätten neue Angriffe auf Förderanlagen in Nigeria den entscheidenden Ausschlag gegeben. Allerdings war das Handelsvolumen am ersten Arbeitstag 2008 nur halb so groß wie normal, so dass wohl auch Spekulationskäufe den Preis in die Höhe trieben.
Zu dem Anstieg trugen auch die Nachricht von der Schließung mehrerer mexikanischer Häfen wegen schlechten Wetters sowie ein Bericht der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) bei. Diese hatten erklärt, sie könne möglicherweise schon 2024 die weltweite Nachfrage nach Rohöl nicht mehr decken. Der Preis für das Barrel der Sorte Light Sweet Crude stieg um 4,02 Dollar auf genau 100 Dollar, bevor er kurz darauf auf 99,15 Dollar sank.
Im Jahr 2007 war der Ölpreis um 57 Prozent gestiegen und hatte am 21. November vorübergehend 99,29 Dollar erreicht. Der Ölpreis wird seit Jahren vom steigenden weltweiten Verbrauch in die Höhe getrieben, vor allem der Boom in China sorgt dort für kräftigeren Öldurst. Gleichzeitig stützen viele geopolitische Sorgen den hohen Ölpreis: Spannungen zwischen dem Westen und dem Groß-Förderer Iran, Unruhen und Attentate im ölreichen Irak, Rebellenangriffe auf Pumpanlagen in Nigeria.
Diesel und Benzin waren in Deutschland im Dezember deutlich billiger als im Vormonat. Ein Liter Superbenzin kostete im Durchschnitt 1,36 Euro und damit 5,6 Cent weniger, ein Liter Diesel kostete 1,28 Euro, etwa 2,4 Cent weniger. Das teilte der Mineralölwirtschaftsverband in Hamburg mit. Der kräftige Rückgang beim Benzin ist vor allem auf den Preiskampf zurückzuführen, der als Folge der Preisangleichung zwischen Super und Normalbenzin ausgebrochen war. (AP)