Wirtschaftsnachrichten - Aktuelle Nachrichten Wirtschaft – Ölpreisrekord und Sorge um Finanzmarkt – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft

Aktienmärkte brechen ein Ölpreisrekord und Sorge um Finanzmarkt

DAPD

11.07.2008

Zürich/Frankfurt/New York – Ein rasanter Ölpreisanstieg und Sorgen vor neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten haben die europäischen Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Der SMI fiel auf den tiefsten Stand seit einem Jahr. Der Dow-Jones-Index rutschte in New York erstmals seit zwei Jahren unter 11.000 Zähler.

Zur schlechten Stimmung trugen neben dem Ölpreisanstieg Nachrichten aus den USA bei, die neue Turbulenzen an den Finanzmärkten befürchten lassen. Die US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac geraten immer mehr ins Trudeln. Spekulationen machten die Runde, dass der Staat zur Rettung eilen müsse.

Die Schweizer Börse musste am Freitag anfängliche Gewinne wieder abgeben und beendete die Handelswoche mit deutlichen Verlusten. Die Abgaben akzentuierten sich, als die Wall Street im tiefroten Bereich eröffnete. Der Swiss Market Index (SMI) beendete die Handelswoche auf dem Tagestief – und einem 52-Wochentief – von 6.638,89 Punkten, 2,41 Prozent tiefer als am Vortag.

Gewissermassen als Fels in der Brandung konnten sich im SMI-Tableau einzig die Aktien von Zürich und Nobel Biocare halten. Nachdem der Zürich-Konzern am Donnerstagabend den Verzicht auf ein Übernahmeangebot für die Versicherungssparte der Royal Bank of Scotland und am Freitag mit der hälftigen Übernahme der Versicherungssparte des Banco Sabadell einen Ausbau des Spanien-Geschäfts bekannt gegeben hatte, stiegen die Aktien des Versicherungskonzerns um 4,2 Prozent. Nobel Biocare profitierte von guten Halbjahreszahlen des US-Dentalimplantateherstellers Biomet und legte um 4,1 Prozent zu.

Alle anderen SMI-Titel beendeten die Handelswoche im roten Bereich. Unter Verkaufsdruck standen vor allem Finanztitel. Die UBS verlor 5,2 Prozent auf 19,49 Franken, die Credit Suisse 3,2 Prozent auf 41,64 Franken. Bei den Versicherungstiteln standen allen voran Baloise (minus 7,4 Prozent) unter Druck, aber auch Swiss Re (minus 3,9 Prozent) und Swiss Life (minus 2,3 Prozent).

Schlecht war die Stimmung auch an anderen europäischen Handelsplätzen. In Frankfurt unterschritt der Deutsche Aktienindex DAX die am 17. März erreichte Marke von 6.182,30 Punkten und schloss mit 6.153,30 Zählern 2,41 Prozent unter dem Vortagesschluss. Grösste Verlierer waren Continental mit über sieben Prozent Minus, Lufthansa mit fast sechs Prozent und MAN mit rund fünf Prozent. In Paris fiel der CAC-40 um 3,03 Prozent und in Mailand gab der Mibtel um 2,48 Prozent nach.

Der Dow-Jones-Index rutschte am späten Vormittag 1,92 Prozent auf 10.980,37 Zähler ab. Die Aktien der US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac verloren zu Börsenauftakt an der Wall Street in New York 45,6 Prozent, die Papiere von Fannie Mae gaben 38,6 Prozent nach. Zuvor hatte in Tokio der Nikkei mit minus 0,2 Prozent bei 13.039,69 Zählern geschlossen. (AP)

 

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