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Olmert sieht wichtige Rolle Deutschlands für Weltfrieden

DAPD

29.04.2006

Der israelische Premierminister Ehud Olmert spricht in seinem Büro in Jerusalem am 26. April 2006. Olmert hat die Rolle Deutschlands bei Bemühungen um den Weltfrieden als sehr wichtig bezeichnet. Er sagte in einem Interview der "Bild"-Zeitung, Deutschland leiste heute seinen "Beitrag zum kompromisslosen Kampf gegen alle Kräfte, die den Weltfrieden gefährden, indem sie Angst und Terror verbreiten". Es bekenne sich zu seiner besonderen historischen Verantwortung für das jüdische Volk und habe seine Lehren aus der eigenen Geschichte gezogen, lobte der Regierungschef. (Archivaufnahme AP Photo/Baz Ratner, Pool)
Der israelische Premierminister Ehud Olmert spricht in seinem Büro in Jerusalem am 26. April 2006. Olmert hat die Rolle Deutschlands bei Bemühungen um den Weltfrieden als sehr wichtig bezeichnet. Er sagte in einem Interview der "Bild"-Zeitung, Deutschland leiste heute seinen "Beitrag zum kompromisslosen Kampf gegen alle Kräfte, die den Weltfrieden gefährden, indem sie Angst und Terror verbreiten". Es bekenne sich zu seiner besonderen historischen Verantwortung für das jüdische Volk und habe seine Lehren aus der eigenen Geschichte gezogen, lobte der Regierungschef. (Archivaufnahme AP Photo/Baz Ratner, Pool)

Hamburg - Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat die Rolle Deutschlands bei Bemühungen um den Weltfrieden als sehr wichtig bezeichnet. Er sagte in einem Interview der «Bild»-Zeitung, Deutschland leiste heute seinen «Beitrag zum kompromisslosen Kampf gegen alle Kräfte, die den Weltfrieden gefährden, indem sie Angst und Terror verbreiten». Es bekenne sich zu seiner besonderen historischen Verantwortung für das jüdische Volk und habe seine Lehren aus der eigenen Geschichte gezogen, lobte der Regierungschef.

An der Verantwortung des deutschen Volks für seine Taten werde sich nichts ändern. «Wir werden niemals vergessen und niemals vergeben, was war. Nichts kann jemals den Schmerz und unsere Erinnerungen auslöschen», betonte Olmert.

Das Interview fand kurz vor seiner Rede zum Gedenken des Holocaust statt. Der Ministerpräsident sprach über seine persönlichen Empfindungen: «Mit der Zeit, mit wachsendem Abstand zu den Geschehnissen wird es sogar immer schwieriger für mich. Es ist dieses Gefühl der Hilflosigkeit, die entsetzlichen, tragischen Schicksale so unendlich vieler Opfer, die ich vor Augen habe.»

Olmert betonte, er sehe aber trotz allem eine neue Generation junger Deutscher, die niemand für die entsetzlichen Taten ihrer Vorfahren verantwortlich machen könne. «Es wäre Unsinn, mit diesen Menschen nichts zu tun haben zu wollen, nur weil wir ihre Großeltern für das verantwortlich machen, was sie dem jüdischen Volk angetan haben.»

Auf die Frage, wann er hier zum ersten Staatsbesuch begrüßt werden könne, antwortete Olmert, Angela Merkel habe ihn bereits eingeladen. Zunächst werde er aber seinen Freund, US-Präsident George W. Bush, besuchen. «Natürlich würde ich am liebsten im Juni/Juli kommen zur Fußball-WM», sagte Olmert. «Aber ich will mich da Frau Merkel nicht aufdrängen, sie wird selbst vom Fußballfieber der WM infiziert sein.»

Der Ministerpräsident bejahte die Frage, ob die Kanzlerin eine verlässliche Freundin Israels sei: «Absolut.» Merkel habe ein sehr feines Gespür für die Verantwortung, die Deutschland durch seine Geschichte habe. «Außerdem ist sie ein wunderbarer, sehr warmherziger Mensch.»

(AP)

 

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