China News - Politik – Olympischer Fackellauf in Buenos Aires ohne große Störungen – DAPD
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Olympischer Fackellauf in Buenos Aires ohne große Störungen

DAPD

11.04.2008

Demonstrationen in Buenos Aires gegen Peking ohne Menschenrechte als Austragungsort der Olympischen Spiele. (AP Photo/Marcelo Hernandez)
Demonstrationen in Buenos Aires gegen Peking ohne Menschenrechte als Austragungsort der Olympischen Spiele. (AP Photo/Marcelo Hernandez)
(AP Photo/Ezequiel Pontoriero)
(AP Photo/Ezequiel Pontoriero)
Das Zeichen des Demonstranten, dritter von links, heißt auf Spanisch "Es gibt keine Glaubensfreiheit". (AP Photo/Emiliano Lasalvia)
Das Zeichen des Demonstranten, dritter von links, heißt auf Spanisch "Es gibt keine Glaubensfreiheit". (AP Photo/Emiliano Lasalvia)

Buenos Aires/Peking – Begleitet von friedlichen Protesten gegen die chinesische Tibet-Politik hat am Freitag der olympische Fackellauf durch die argentinische Hauptstadt Buenos Aires begonnen. Bürgermeister Mauricio Macri übergab sie an den ersten Läufer, den argentinischen Sportler Carlos Espinola. Hunderte Demonstranten bekundeten nach den heftigen antichinesischen Protesten bei früheren Stationen ihre Sympathie für das Gastgeberland der Olympischen Sommerspiele.

Peking hatte zuvor die Sicherheitsvorkehrungen für die verbleibenden internationalen Stationen des olympischen Fackellaufs weiter verstärkt, nachdem sich die Veranstaltungen zu einem Debakel für die Volksrepublik entwickelt hatten. Proteste während des Fackellaufs gab es unter anderem in London, Paris und San Francisco. Die Demonstranten nutzen dabei das öffentliche Interesse, um auf Menschenrechtsverletzungen in China, die Unterdrückung in Tibet und die Haltung Pekings in den Konflikten im Sudan und in Birma hinzuweisen.

Das IOC erklärte am Freitag, es werde sich nicht zu Chinas Tibetpolitik äußern. Es handele sich allein um politische Themen, sagte IOC-Präsident Jacques Rogge. Ob die Regierung mit dem Dalai Lama verhandeln solle, sei zudem eine rein innerchinesische Angelegenheit. Bei der Vergabe-Entscheidung für Peking 2001 wurden von China unter anderem Fortschritte bei Meinungsfreiheit und Menschenrechten gefordert.

US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr deutscher Kollege Frank-Walter Steinmeier kritisierten bei einem Treffen in Washington die Pekinger Regierung für mangelnde Transparenz und forderten eine gewaltlose Lösung der Frage der tibetischen Autonomie. Steinmeier erklärte, China müsse nach den jüngsten Unruhen eine „Lösung ohne Gewalt“ finden. Rice betonte ebenfalls, Gewalt sei kein Mittel zur Lösung derartiger Konflikte. Steinmeier forderte China auf, Journalisten und Diplomaten nicht länger die Einreise nach Tibet zu verweigern.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon lässt seine Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking offen. Ban sei möglicherweise aus Termingründen bei der Feier nicht anwesend, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Resolution als „Verdrehung der Geschichte“ kritisiert

Die chinesische Regierung reagierte unterdessen mit Empörung auf eine Resolution des US-Kongresses zu Tibet. Darin wurde das Vorgehen der Chinesen in Tibet verurteilt und die chinesische Führung zu Gesprächen mit dem Dalai Lama aufgefordert. Eine Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu, bezeichnete die Resolution des US-Repräsentantenhauses als antichinesisch. Die Entschließung verdrehe die Geschichte Tibets und die neuzeitlichen Realitäten und verletze die Gefühle des chinesischen Volkes schwer.

Exilgruppe als Terrororganisation bezeichnet

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bezeichnete eine dem Dalai Lama nahe stehende Organisation der Exiltibeter, den Tibetischen Jugendkongress, als Terrororganisation. Der Tibetische Jugendkongress habe gewaltsame Unruhen im März in der tibetischen Hauptstadt Lhasa geplant. Dies zeige den terroristischen Charakter der Organisation, schrieb Xinhua. Die Organisation wies die Vorwürfe als Verleumdung zurück. (AP)

 

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