Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
25.04.2010
Frankfurt/Main (apn) Opel will neben dem geplanten Ampera einen Kleinstwagen mit reinem Elektroantrieb bauen und die neuen Elektroautos auch so bald wie möglich in Europa produzieren. Mit dem rein batteriebetriebenen Fahrzeug könnte Opel zum Vorreiter im General-Motors-Konzern werden, sagte Nick Reilly, Chef von Opel und GM Europa, der „WirtschaftsWoche“ laut einer Vorabmeldung. Denn das Elektroauto Opel Ampera, das in den USA im kommenden Jahr unter dem Namen Volt auf den Markt kommt, hat zusätzlich zum Elektroantrieb auch einen Verbrennungsmotor.
„Die Elektrifizierung des Automobils wird stattfinden und zwar schneller, als viele erwarten“, sagte Reilly dem Blatt. Der Ampera werde deshalb nicht das einzige Elektroauto von Opel bleiben. „Wir arbeiten noch an einem weiteren Auto mit der Technologie des Ampera, das oberhalb des kompakten Ampera angesiedelt sein wird. Zudem denken wir auch an ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug. Der Kleinwagen im Segment unterhalb des Corsa, an dem wir gerade arbeiten, wäre dafür genau die richtige Basis“, wurde er weiter zitiert.
Jüngste Berichte, wonach Opel die Elektroautos nicht in Europa bauen, sondern importieren werde, wies Reilly zurück. Die Elektroautos sollten „nur am Anfang“ importiert werden, wurde er zitiert. „Die ersten Opel Ampera werden im kommenden Jahr zunächst in den USA produziert, doch es ist unser Ziel, das Fahrzeug so bald wie möglich auch in Europa herzustellen. Wo das sein wird, haben wir noch nicht entschieden.“ Ob es das Opel-Werk in Bochum sein wird, wollte er nicht sagen. Offenbar wird Opel die Entscheidung dem Blatt zufolge auch davon abhängig machen, wie gut sich der Ampera in Deutschland verkauft: Die Entscheidung habe „auch etwas mit Stückzahlen und Marktentwicklung zu tun“, meinte Reilly.
Die Bundesregierung hat sich laut „Spiegel“ schon vor dem Gipfeltreffen mit Top-Managern zum Thema Elektroauto am 3. Mai auf einige Unterstützungsmaßnahmen für die neue Technologie festgelegt. Die Regierung wolle sich unter anderem dafür einsetzen, dass Autos mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer mehrfach angerechnet werden, wenn der Flottenverbrauch eines Herstellers berechnet wird, wie das Blatt am Samstag vorab berichtete. Ein Elektroauto könnte dann als Ausgleich für mehrere Spritschlucker dienen. Das gehe aus dem Entwurf für das Abschlusspapier des Treffens hervor, der dem „Spiegel“ bereits vorliege. Demnach wolle die Bundesregierung außerdem für ihre eigenen Fuhrparks eine „Beschaffungsoffensive“ für Autos mit einem derart geringen CO2-Ausstoß starten. (AP)
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