Bischkek – Nach der gewaltsamen Auflösung tagelanger Proteste gegen den kirgisischen Präsidenten Kurmanbek Bakijew hat die Polizei am Montag einen Oppositionsführer festgenommen. Omurbek Suwanalijew sei nach einem längeren Verhör weggebracht worden, erklärte der ehemalige Ministerpräsident und Oppositionsführer Felix Kulow.
Die Polizei hatte am Donnerstag eine Kundgebung mit rund 7.000 Teilnehmern vor dem Amtssitz des Staatschefs in der Hauptstadt Bischkek unter Einsatz von Tränengas und Blendgranaten aufgelöst. Bei den Protesten wurden nach Behördenangaben acht Polizisten und sieben Demonstranten verletzt, 36 Aktivisten wurden seitdem festgenommen.
Präsident Bakijew steht seit Dezember unter verstärktem Druck, nachdem er mehrere Verfassungszusätze rückgängig gemacht und die Kontrolle über das Kabinett übernommen hatte. In den vergangenen Wochen machte er einige Zugeständnisse, die von der Opposition jedoch abgelehnt werden. Diese fordert eine neue Koalitionsregierung mit größeren Machtbefugnissen und einen vom Parlament ernannten Regierungschef. (AP)
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