Aktuelle Nachrichten – Umwelt
03.03.2010
Foto: Stefan Witte/AP Photo
Frankfurt/Main (apn) Das Orkantief „Xynthia“ hat in den deutschen Wäldern nach ersten Schätzungen neun Millionen Bäume gefällt oder gebrochen. Das sind 4,5 Millionen Kubikmeter Holz, wie der Bund Deutscher Forstleute, BDF, am Mittwoch berichtete. Die meisten Schäden gibt es demnach in Hessen und Rheinland-Pfalz mit 2,0 beziehungsweise 1,7 Millionen Kubikmeter Schadholz.
Verglichen mit der Menge nach dem Jahrhundertsturm „Kyrill“ im von Januar 2007 sei der Wald jedoch noch „mit einem blauen Auge“ davongekommen. Damals seien etwa 40 Millionen Kubikmeter Wurf- und Bruchholz angefallen. Die Forstleute waren laut BDF mehr als ein Jahr mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Wiederaufforstungsarbeiten seien auch heute noch nicht abgeschlossen.
Die Aufräumarbeiten nach „Xynthia“ müssten nun schnell beginnen, „um dem Borkenkäfer das Brutmaterial zu entziehen und damit eine Massenvermehrung des Forstschädlings und weiteren Schaden am Wald zu verhindern“, forderte der Bundesvorsitzende Hans Jacobs. Durch Personalabbau seien die Forstleute vielerorts schon jetzt an der Leistungsgrenze oder müssten teilweise darüber hinaus arbeiten. Als Vertretung der Beschäftigten fordert der BDF eine „vernünftige Personalpolitik“. (AP)
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