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09.08.2006
Zürich - Die fünf teuersten Städte der Welt sind Oslo, London, Kopenhagen, Zürich und Tokio, wie aus einer am Mittwoch von der Schweizer Großbank UBS veröffentlichten Studie hervorgeht. Darin wurden die Preise und Löhne in 71 Städten verglichen. In Sachen Kaufkraft und Lohnniveau liegen mit Berlin, Frankfurt und München alle drei untersuchten deutschen Städte unter den ersten 15.
Von den drei deutschen Städten hat Frankfurt das höchste Lohnniveau (Platz 9). Berlin liegt bei der Kaufkraft vorne (Platz 8). Und die teuerste deutsche Stadt ist München (Platz 17).
Die UBS hatte unter anderem verglichen, wie viel für einen standardisierten Warenkorb bestehend aus 122 Gütern und Dienstleistungen ausgegeben werden muss. In den europäischen Städten Oslo, London, Kopenhagen und Zürich sowie in Tokio war der Korb am teuersten.
Eine weitere Messgröße der UBS war, wie lange durchschnittlich für einen Big Mac gearbeitet werden muss. Hierbei reichte die Spanne von zehn Minuten in Tokio bis zu anderthalb Stunden in Nairobi und Bogotá. In Berlin und München reichen 17 Minuten Arbeit für einen Big Mac, in Frankfurt schon 16.
Das höchste Lohnniveau findet sich in Skandinavien und der Schweiz. Dort verdienen die Städter im Durchschnitt rund 20 Euro brutto pro Arbeitsstunde. In Berlin, Frankfurt und München liegt Durchschnittslohn bei rund 16 Euro pro Stunde. In den Städten Osteuropas und Asiens werden zwischen drei und vier Euro pro Stunde verdient - in Delhi sogar nur ein Euro.
Wie die UBS schreibt, gleichen die Angestellten in Asiens Städten die niedrigen Löhne teilweise durch längere Arbeitszeiten aus. Auf einen Acht-Stunden-Tag umgerechnet arbeiten Arbeitnehmer in Asien fast 50 Tage pro Jahr mehr als beispielsweise Berliner und Pariser.
Im Vergleich zur letzten Studie aus dem Jahr 2003 sind die US-Städte New York und Chicago vor allem wegen des schwächeren Dollars etwas zurückgefallen. Trotz des Wirtschaftsbooms blieben die chinesischen Städte Schanghai und Peking vergleichsweise günstig. Grund hierfür ist der Yuan, der nicht dem Aufwertungsdruck der Marktkräfte überlassen wurde. Im Europäischen Binnenmarkt haben sich die Preise laut UBS auf Grund des Euros weitgehend angeglichen. Am tiefsten lagen die Preise in den asiatischen Städten Delhi, Bombay, Kuala Lumpur und in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Delhi liegt auch bei der Kaufkraft unter den letzten fünf.
(AP)
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