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Wiesbaden - Osterglocken gehören zu den beliebtesten Blumen im Frühjahr. Doch sollte man die gelb leuchtenden Frühlingsboten besser nicht mit anderen Blumenarten gemeinsam in eine Vase stellen, wie das Infocenter der R+V-Versicherung erklärt. Osterglocken sind wie Hyazinthen und Maiglöckchen Einzelgänger. «Diese Frühlingsblumen sondern einen Schleim ab, der auf eine ganze Reihe von anderen Schnittblumen giftig wirkt und bei ihnen die Gefäße verstopft», erklärt Mechthild Herbort, Gärtnerin und Umweltingenieurin des R+V-Infocenters.
Die Folge: Stellt man frisch geschnittene Narzissen, Hyazinthen oder Maiglöckchen in eine Vase, verfärben sich beispielsweise bei Rosen Teile der Blütenblätter, Nelken und Tulpen beginnen zu welken, Freesien und Anemonen blühen gar nicht erst auf. Doch gegen die giftige Wirkung von Narzissen und Hyazinthen lässt sich den Angaben zufolge etwas tun. Die wirkungsvollste Methode: Gleich nach dem Anschneiden die Stiele kurz in heißes Wasser tauchen, danach 24 Stunden in eine eigene Vase stellen. So wird ihr Gift ausgeschwemmt - allerdings nur, wenn man die Stiele im Anschluss nicht noch einmal anschneidet.
Manche Blumengeschäfte bieten schon fertig «entgiftete» Narzissen an. Als Alternative gibt es nach Angaben der Gärtnerin ein spezielles Pulver für das Blumenwasser, das das Gift neutralisiert. Der Nachteil: Durch das Pulver verblühen die Narzissen schneller.
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