Aktuelle Nachrichten – International
20.07.2011
Foto: AP Photo/Rebecca Blackwell
New York – Die Hilfsorganisation Oxfam hat die internationale Gemeinschaft angesichts der verheerenden Dürre am Horn von Afrika zur schnellen Hilfe aufgefordert. Von der benötigten eine Milliarde Dollar (706 Millionen Euro) zur Bekämpfung der Hungersnot seien bislang erst 200 Millionen Dollar (141 Millionen Euro) bereitgestellt worden, teilte Oxfam am Dienstag mit.
In den vergangenen zwei Wochen hatte Großbritannien 145 Millionen Dollar (102 Millionen Euro) zugesagt, Spanien zehn Millionen Dollar (sieben Millionen Euro), Deutschland 8,5 Millionen Dollar (sechs Millionen Euro) und die EU acht Millionen Euro (5,6 Millionen Euro).
Frankreich habe bislang keine zusätzlichen Finanzhilfen versprochen und Italien sowie Dänemark hätten erklärt, derzeit über keine freien Mittel zu verfügen, teilte Oxfam mit.
"Wir haben keine Zeit zu verlieren, wenn wir ein Massensterben verhindern wollen", schrieb Oxfams Regionaldirektor Fran Equiza in einer Erklärung. "Wir dürfen nicht am Rand stehen und der Tragödie zusehen. Die Welt hat lange gebraucht, um den Ernst der Lage zu erkennen, aber jetzt gibt es keine Entschuldigung für Untätigkeit mehr."
Seit Anfang des Jahres sei die Zahl der Menschen in Ostafrika, die dringend Nothilfe benötigen, von 6,3 Millionen auf zehn Millionen gestiegen, teilte Oxfam mit. Der größte Zuwachs an Hilfsbedürftigen sei in Kenia zu verzeichnen.
(dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
(20.07.2011)
Dürre in Ostafrika könnte laut UN 500.000 Kindern das Leben kosten
(19.07.2011)
Ban ruft zur Hilfe für elf Millionen Dürreopfer auf
(13.07.2011)
(12.07.2011)
Dürre bedroht traditionelles Nomadenleben in Kenia
(04.11.2009)
Oxfam bittet um Hilfe für Hungernde in Ostafrika
(29.09.2009)
Angekündigte Hungersnöte von Eritrea bis Mauretanien
(24.08.2005)