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19.10.2006
Verona - Papst Benedikt XVI. hat die Italiener zu katholischer Prinzipientreue aufgerufen. In einer einstündigen Ansprache vor Bischöfen und führenden Persönlichkeiten aus Staat und Gesellschaft wandte sich der Papst am Donnerstag in Verona gegen die Tendenz zur Säkularisierung. Zu einer anschließenden Messe im Fußballstadion von Verona versammelten sich schätzungsweise 50.000 Gläubige, darunter auch Ministerpräsident Romano Prodi und dessen Vorgänger Silvio Berlusconi.
Die christlichen Traditionen seien in Italien tief verwurzelt und fruchtbar, erklärte Benedikt. Dies zu bewahren, sei auch in Zukunft von großer Bedeutung. Mit Blick auf den Dialog mit dem Islam sagte er, dass Kulturen, in denen Gott ausgeschlossen werde, nicht in der Lage seien, mit anderen Kulturen zu kommunizieren, in denen die religiöse Dimension einen hohen Stellenwert habe. Der Besuch des Papstes war Höhepunkt einer nationalen Kirchenversammlung, der ersten in Italien seit 1995.
(AP)