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Drohgebärde Peking warnt Obama vor Treffen mit Dalai Lama

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12.02.2010

Am 17. Oktober 2007 sprach Präsident Bush mit dem Dalai Lama in der Rotunde des Kapitols in Washington bei der Verleihung der Kongress-Gold-Medaille an den Dalai Lama. Foto: AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File
Am 17. Oktober 2007 sprach Präsident Bush mit dem Dalai Lama in der Rotunde des Kapitols in Washington bei der Verleihung der Kongress-Gold-Medaille an den Dalai Lama.

Foto: AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File

Peking/Washington (apn) Trotz Kritik aus China will US-Präsident Barack Obama an dem für kommende Woche geplanten Treffen mit dem Dalai Lama festhalten. Obama freue sich auf ein konstruktives Gespräch mit dem Dalai Lama, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. China hatte Obama am Freitag aufgefordert, im Interesse der beiderseitigen Beziehungen auf das Treffen am 18. Februar zu verzichten.

Gibbs erklärte, die USA und China hätten eine gefestigte Beziehung, die Meinungsverschiedenheiten vertragen könne. „Wir wissen, dass zwei Staaten auf diesem Planeten nicht immer einer Meinung sind“, sagte er. Ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Ma Zhaoxu, erklärte, das für den 18. Februar vom Weißen Haus bestätigte Treffen mit dem im Exil lebenden geistlichen Oberhaupt der Tibeter sollte abgesagt werden, „um den chinesisch-amerikanischen Beziehungen nicht weiteren Schaden zuzufügen“.

Der Friedensnobelpreisträger hält sich am 17. und 18. Februar in der US-Hauptstadt auf. Obama wurde vielerorts dazu gedrängt, bei dieser Gelegenheit eine offizielle Einladung für den Dalai Lama auszusprechen. China hat das geplante Treffen schon mehrfach scharf kritisiert.

Ma sagte, die chinesische Regierung bitte die USA dringend, „die hohe Sensibilität der mit Tibet verbundenen Fragen vollständig zu verstehen, sich an ihre Verpflichtung zu halten, Tibet als Teil Chinas anzuerkennen und sich gegen eine Unabhängigkeit Tibets zu wenden“. China wirft dem Dalai Lama vor, die Unabhängigkeit Tibets anzustreben. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hat dies zurückgewiesen.

Jeder US-Präsident in den vergangenen 20 Jahren hat sich mit dem Dalai Lama getroffen. Obama hat bereits im vergangenen Jahr der chinesischen Regierung signalisiert, dass er sich ebenfalls mit dem Friedensnobelpreisträger treffen wolle.

Die Beziehungen zwischen Washington und Peking sind in den vergangenen Wochen von der Ankündigung der USA belastet worden, Taiwan Waffen im Wert von 6,4 Milliarden Dollar zu liefern. Auch die Aufforderung von Außenministerin Hillary Clinton, Peking solle Hackerangriffe aufklären, die Google an einen Rückzug aus China denken ließen, und Obamas Drohung zu einer harten Linie in einem Währungsdisput belasten das Klima. (AP)

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