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Pelosi trotzt mit Gesprächen in Syrien Kritik aus dem Weißen Haus

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04.04.2007

Die Präsidentin des Repräsentantenhauses traf am Mittwoch mit Präsident Baschar al Assad zusammen.(AP Photo Hussein Malla).
Die Präsidentin des Repräsentantenhauses traf am Mittwoch mit Präsident Baschar al Assad zusammen.(AP Photo Hussein Malla).

Damaskus – Ungeachtet des Protests von US-Präsident George W. Bush hat Oppositionsführerin Nancy Pelosi in Damaskus Gespräche mit der syrischen Regierung geführt. Die Präsidentin des Repräsentantenhauses traf am Mittwoch mit Präsident Baschar al Assad zusammen, nachdem sie zuvor mit Außenminister Walid al Moallem und Vizestaatschef Faruk al Scharaa gesprochen hatte. Begleitet wurde die Demokratin Pelosi von mehreren Abgeordneten des Kongresses.

Bush kritisierte die Syrien-Reise Pelosis als kontraproduktiv. Damit würden falsche Signale an die Regierung in Damaskus gesandt. Der US-Präsident warf Syrien erneut vor, militante Islamisten zu unterstützen und die demokratisch gewählte Regierung im Libanon zu destabilisieren. „Delegationen zu entsenden, funktioniert nicht“, erklärte Bush am Dienstag. Stattdessen entstehe für Assads Regierung der falsche Eindruck, sie gehöre „der Mitte der internationalen Gemeinschaft“ an.

Pelosi wies die Kritik des Weißen Hauses zurück. Ziel des Besuches sei vielmehr, einen Dialog anzukurbeln und Einfluss auf die syrische Politik zu nehmen. Die Delegation ist die ranghöchste amerikanische in Syrien seit der Verschlechterung der bilateralen Beziehungen vor vier Jahren.

Der Ruf nach neuen diplomatischen Kontakten wird in den USA in beiden großen Parteien lauter. Hintergrund ist auch die Hoffnung auf eine Rolle Syriens bei der Bewältigung der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. In der vergangenen Woche besuchten bereits mehrere Abgeordnete des Repräsentantenhauses Damaskus, um ihre Forderung nach einem Dialog mit der syrischen Regierung zu unterstreichen. (AP)

 

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