Foto: Albrecht E. Arnold / Pixelio
Hamburg – Viele Mäntel, Jacken, Mützen und Schals mit Pelz-Anteilen sind nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" mit giftigen Chemikalien belastet. In den Textilien hätten sich Formaldehyd, Schwermetalle und Alkylphenolethoxylate befunden, heißt es. Das Magazin beruft sich auf eine Untersuchung des Instituts EcoAidim im Auftrag der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten", die am Montag in Hamburg vorgestellt werden sollte.
"Der Großteil der untersuchten Produkte ist derart mit bedenklichen Chemikalien belastet, dass eine Gesundheitsbelastung der Verbraucher und Angestellten nicht ausgeschlossen werden kann", sagt Manfred Krautter von EcoAid den Angaben zufolge. Laut "Vier Pfoten" wurden 35 Fellproben namhafter Hersteller aus sieben europäischen Ländern untersucht.
97 Prozent der Pelz-Proben seien "stark bis sehr stark belastet" und deshalb "gesundheitlich bedenklich bis sehr bedenklich", zitiert der "Spiegel" aus der Studie. Offenbar enthielten viele davon Stoffe, die als krebs- und allergieauslösend gelten würden, Nervenschäden und Schleimhautreizungen auslösen könnten, in das Hormonsystem des Menschen eingriffen und zum Teil in der EU sogar verboten seien. "Wenn man es an den Kriterien des Chemikaliengesetzes misst, ist das, was die Leute sich um den Hals legen, schlicht Sondermüll", sagte Krautter dem Magazin.
"Vier Pfoten" hatte bereits im vergangenen Dezember eine Studie "Gift im Pelz" vorgestellt. Damals waren 15 Proben untersucht worden, die den Angaben zufolge ebenfalls größtenteils erheblich bis sehr stark belastet waren. (dapd)
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