Aktuelle Nachrichten – Auto + Verkehr
11.03.2012
Foto: AP Photo/Franka Bruns
Berlin – In der Diskussion über eine höhere Pendler-Pauschale zeigt Wirtschaftsminister Philipp Rösler Verständnis für den Ärger vieler Autofahrer über die hohen Sprit-Preise. Der "Leipziger Volkszeitung" sagte der FDP-Chef am Wochenende: "Gerade in Flächenländern ist das ein Riesenthema." Die Regierung müsse sich "der Diskussion öffnen, wie wir denen helfen können, die unter den Kosten leiden", sagte er – ohne allerdings konkret zu werden.
Laut "Bild" hat sich die Pauschale für Pendler von aktuell 30 Cent wegen der gestiegenen Benzin-Preise seit 1991 faktisch halbiert. Dies gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Damals habe die Pauschale für 0,4 Liter Benzin gereicht, heute seien es nur 0,2 Liter. Linke-Chef Klaus Ernst sagte dem Blatt: "Der Staat saniert sich auf Kosten der Berufspendler."
FDP-Generalsekretär Döring hatte jüngst moniert, die derzeitige Höhe der Pendler-Pauschale von 30 Cent je Kilometer sei seit 2004 nicht mehr an die Benzin-Preise angepasst worden. In den vergangenen sieben Jahren seien die Preise für Benzin und öffentlichen Nahverkehr aber um etwa 25 bis 30 Prozent gestiegen.
Die Entfernungspauschale verringert das zu versteuernde Einkommen. Die Pauschale kann unabhängig von der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen abgerechnet werden. Es ist gleichgültig, ob der Weg zur Arbeit zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto zurückgelegt wird. (dapd)
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