Aktuelle Nachrichten – Essen&Trinken
23.02.2013
Foto: Rebecca Siegel, Lizenz: dts-news.de/cc-by
In Deutschland ist nach Angaben des Bundesverbraucherschutzministeriums bis Freitagabend in 67 Fällen Pferdefleisch in falsch etikettierten Fertigprodukten nachgewiesen worden. Ein Sprecher von Ministerin Ilse Aigner (CSU) sagte der "Bild am Sonntag", bisher seien von den Kontrollbehörden der Länder insgesamt 830 Analysen auf Pferde-DNA durchgeführt worden. Spitzenreiter bei den positiven Labortests ist Nordrhein-Westfalen mit 27 Fällen, gefolgt von Hessen (13), Baden-Württemberg (8) und Bayern (8).
Weitere betroffene Länder sind Mecklenburg-Vorpommern (5), Brandenburg (4) und Hamburg (2). Die Tests der Länderbehörden dauerten weiter an. Ministeriumssprecher Holger Eichele zu "Bild am Sonntag": "Es wird weiter mit Hochdruck untersucht. Wir rechnen damit, bei den Laboranalysen in den nächsten Tagen die 1000er Marke zu knacken." Bisher sei bei keiner Analyse das für Menschen gesundheitsschädliche Pferde-Medikament Phenylbutazon nachgewiesen worden. Nach Ministeriumsangaben sind von dem Skandal inzwischen 23 von 27 EU-Mitgliedsstaaten betroffen. Auch in fünf Drittstaaten (Schweiz, Brasilien, Liechtenstein, Norwegen und Hongkong) wurde Pferde-DNA in falsch etikettierten Produkten nachgewiesen.
(dts Nachrichtenagentur)
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