Foto: dapd
Berlin – Die Darmkeim-Infektionen an der Berliner Charité sind nicht von Pflegeprodukten für Babys ausgelöst worden. Pflegeprodukte zweier Drogeriemarktketten waren kürzlich aus dem Handel genommen worden, weil sie mit Serratien verunreinigt waren, wie die Charité am Mittwoch mitteilte. Eine Untersuchung habe nun ergeben, dass die Keime einem anderen "Ausbruchsstamm" zuzuordnen seien und nicht denen in der Charité. Demnach gebe es keinen Zusammenhang zwischen den beiden Erregern.
Derweil liegen sechs infizierte Babys nach wie vor auf der Intensivstation. Ihr Gesundheitszustand entwickelt sich den Angaben zufolge gut. Auch dem Kind, das erneut in das Krankenhaus eingeliefert werden musste, gehe es gut. Sechs von einer invasiven Infektion Betroffene seien weiterhin stabil.
Staatsanwaltschaft geht von einem natürlichen Tod aus
Das Anfang Oktober in einem Berliner Krankenhaus gestorbene Baby ist nach einem ersten Obduktionsergebnis nicht infolge einer Infektion mit Darmkeimen ums Leben gekommen. Der Gerichtsmedizin zufolge sei davon auszugehen, dass das Kind nach einer "hochkomplizierten und riskanten Operation" eines natürlichen Todes gestorben sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Weitere Untersuchungen zur Klärung stünden noch aus.
Die Exhumierung des Babys und die anschließende Obduktion sind Teil des Ermittlungsverfahrens wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit dem Serratien-Befall auf der "Frühchenstation" der Charité. Auch die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung anderer Kinder durch eine Keiminfektion dauern laut Staatsanwaltschaft an.
dapd
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Babys nach Darmkeim-Infektion werden noch in Klinik behandelt
(15.11.2012)
Schon kleine Verletzungen können Blutgerinnsel am Bein auslösen
(21.02.2008)
Mechanismus für Nebenwirkungen von Medikamenten entdeckt
(21.02.2008)
Milchallergie beim Kleinkind kann bis ins Jugendalter andauern
(20.02.2008)
Stickstoffmonoxid fördert Regeneration der Nervenzellen
(20.02.2008)
Vollkornkost schützt vor chronischen Erkrankungen
(19.02.2008)
Hoffnung auf neue Heilungschancen
(19.02.2008)