Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
18.04.2011
Foto: AP Photo/Peter Dejong
Amsterdam – Der niederländische Elektronik-Hersteller Philips lagert seine defizitäre TV-Sparte in ein Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen TPV aus. Das Geschäft mit Fernsehern bescherte Philips im ersten Quartal einen Gewinneinbruch auf 138 Millionen Euro, wie der Konzern am Montag mitteilte. Das sind 63 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Die anderen Geschäftsbereiche hätten sich aber positiv entwickelt. Der Umsatz stieg demnach um sechs Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.
An dem Joint Venture wird Philips nach eigenen Angaben zu 30 Prozent beteiligt sein, TPV zu 70 Prozent. Mit der Vereinbarung soll das TV-Geschäft wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Nach sechs Jahren hat Philips die Möglichkeit, den Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen zu verkaufen. Der operative Verlust des Fernseher-Geschäfts lag demnach im ersten Quartal bei 106 Millionen Euro. Bereits Ende März hatten die Niederländer einen Verlust in dieser Größenordnung angekündigt.
"2011 erwarten wir Gegenwind wegen der Tragödie in Japan, die unseren Umsatz und unsere Lieferkette treffen wird", sagte Philips-Chef Frans van Houten. Mittelfristig wolle der Konzern aber durch Investitionen weiter wachsen. (dapd)
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