Trübes Wetter

Trübes Wetter Es ist ein stiller Regentag,So weich, so ernst, und doch so klar,Wo durch den Dämmer brechen magDie Sonne weiß und sonderbar. Ein wunderliches Zwielicht spieltBeschaulich über Berg... Mehr»

Wer vom Ziel nicht weiß

Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben; kommt am Ende hin, wo er hergerückt, hat der Menge Sinn nur … Mehr»

Die zur Wahrheit wandern

Die zur Wahrheit wandern, wandern allein, keiner kann dem andern Wegbruder sein. Eine Spanne gehn wir, scheint es, im Chor . . . bis zuletzt sich, sehn wir, jeder verlor. … Mehr»

Heinrich von Kleist: Der höhere Frieden

Der höhere Frieden Wenn sich auf des Krieges DonnerwagenMenschen waffnen auf der Zwietracht Ruf, Menschen, die im Busen Herzen tragen, Herzen, die der Gott der Liebe schuf: Denk‘ ich, können... Mehr»

Heinrich Heines Lore-Ley

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,Dass ich so traurig bin,Ein Märchen aus alten Zeiten,Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl, und es dunkelt,Und ruhig fließt … Mehr»

Rilke: Die Lehre des Lebens

Eins – lernt man in dem Leben doch: entbehren,und ganz gewiß – ob früher oder spät –des jungen Herzens ungestümes Gähren vergeht. Dann sieht man tränenlos auf mancher... Mehr»

Der Erlkönig

Der Erlkönig Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?Es ist der Vater mit seinem Kind;Er hat den Knaben wohl in dem Arm,Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. … Mehr»

Sie war ein Blümlein hübsch und fein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,Hell aufgeblüht im Sonnenschein. Er war ein junger Schmetterling,Der selig an der Blume hing. Oft kam ein Bienlein mit GebrummUnd nascht und säuselt da... Mehr»

Abgesehen von der Profitlüge

Abgesehen von der Profitlüge. Die kurzen Beine der Lüge sindAuch nur etwas Relatives.Ein Segler kreuzend gegen WindIst immer etwas Schiefes. Ob sie aus Anstand, aus Mitleid gibt,Sich hinter der... Mehr»

Verlange nichts von irgendwem

Verlange nichts von irgendwem, lass jedermann sein Wesen, du bist von irgendwelcher Fem zum Richter nicht erlesen. Tu still dein Werk und gib der Welt allein von deinem Frieden, und … Mehr»

Morgenstern: Hymne – Lebten wir je nicht?

Wie in lauter Helligkeit fließen wir nach allen Seiten . . . Erdenbreiten, Erdenzeiten schwinden ewigkeitenweit . . . Wie ein Atmen ganz im Licht ist es, wie ein schimmernd … Mehr»

Schneeglöckchen

  Der Schnee, der gestern noch in FlöckchenVom Himmel fiel Hängt nun geronnen heut als GlöckchenAm zarten Stiel. Schneeglöckchen läutet, was bedeutet’sIm stillen Hain? O komm geschwind! Im... Mehr»

Das März-Veilchen

  Der Himmel wölbt sich rein und blau, der Reif stellt Blumen aus zur Schau Am Fenster prangt ein flimmernder Flor, ein Jüngling steht betrachtend davor. Und hinter den Blumen … Mehr»

Das Veilchen und die Freude

  Und mein liebes Veilchen blüht. Wie’s vor lauter Freude weinet! Freut sich, daß die Sonne scheinet! Schmetterlinge, fliegt herbei, Sagt ihm doch, wie schön es sei! Johann Wolfgang von... Mehr»

Hühnertanz

  Es schreit der Hahn im Morgengraun, die Hennen noch ganz schläfrig schaun. Was will der alte Gockel schon? So früh schon raus, ist doch ein Hohn.   Der Nebel … Mehr»

Das Ideal

Das Ideal Ja, das möchste:Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn... Mehr»

Versprechen? gar nichts. Aber einiges halten.

Versprechen? gar nichts. Aber einiges halten. So hab ich stets versucht zu leben. Versprechen schien mir meist Verbrechen. Zu wehe Lehr war mir zu oft gegeben vom eignen Selbst, dem … Mehr»

Gib alles der Liebe

  Gib alles der Liebe Deinem Herzen gehorche; Freunde, Familie und Tage, Gut und Ruhm, Pläne, Zutrauen und Gedicht; Verweigere nichts.   Sie ist guter Lehrer, Lass ihr freie Hand, … Mehr»

Es war, als hätt der Himmel

Es war, als hätt der Himmel Es war,  als hätt der Himmel die Erde still geküsst,  dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst. Die Luft ging durch die … Mehr»

Rainer Maria Rilke: Buddha

  Buddha Als ob er horchte. Stille: eine Ferne…Wir halten ein und hören sie nicht mehr.Und er ist Stern. Und andre große Sterne,die wir nicht sehen, stehen um ihn her.O … Mehr»