Gedicht des Tages
Frühling lässt sein blaues Band ...
Frühling lässt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen! Eduard Mörike ...
03.03.2012
Gedicht des Tages
Die Himmelsleiter und der Schöpfung nie begriffne Herrlichkeit
Von Ewigkeit zu Ewigkeit Der Schöpfung nie begriffne Herrlichkeit Entfacht noch stündlich den Prometheusfunken, Und doch ist ihre goldne Blüthezeit Schon längst ins Grab der Ewigkeit gesunken. Denn jene Welt der Sagenpoesie Ist nicht nur Traum, ist Wirklichkeit gewesen, Und wem das Schicksal Seherkraft verlieh, Kann das noch...
01.03.2012
Gedicht des Tages
Hoffnung Wenn schon die Illusionen bei den Menschen eine so große Macht haben, dass sie das Leben in Gang halten können – wie groß ist dann erst die Macht, die eine begründete Hoffnung hat? Deshalb ist es keine Schande, zu hoffen, grenzenlos zu hoffen! Dietrich Bonhoeffer...
24.02.2012
Fragment des Tages
Stoische Moral über den Verlust
Der Weise verliert nichts. [25] XI. Sage nie von einem Ding: ich habe es verloren; sondern: ich habe es zurückgegeben. Dein Kind ist gestorben; - es ist zurückgegeben worden. Dein Weib ist gestorben; - es ist zurückgegeben worden. Dein Landgut wurde dir genommen. - Nun also auch dieses ist nur zurückgegeben worden. - »Aber der es dir...
22.02.2012
Gedicht des Tages
Karneval, Närrisches und Kokolores
Karneval Auch uns, in Ehren sei's gesagt,Hat einst der Karneval behagt,Besonders und zu allermeistIn einer Stadt, die München heißt.Wie reizend fand man dazumalEin menschenwarmes Festlokal,Wie fleißig wurde über NachtDas Glas gefüllt und leer gemacht, Und gingen wir im Schnee nach Haus,War grad die frühe Messe aus,Dann können gleich...
20.02.2012
Gedicht des Tages
Mahnung Genug gemeistert nun die Weltgeschichte!Die Sterne, die durch alle Zeiten tagen,ihr wolltet sie mit frecher Hand zerschlagenund jeder leuchten mit dem eigenen Lichte. Doch unaufhaltsam rucken die Gewichte,von selbst die Glocken von den Türmen schlagender alte Zeiger, ohne euch zu fragen,weist flammend auf die Stunde der Gerichte. O...
13.02.2012
Gedicht des Tages
Der Winter ist ein rechter Mann
Der Winter ist ein rechter Mann Der Winter ist ein rechter Mann,Kernfest und auf die Dauer;Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,Und scheut nicht süß noch sauer. War je ein Mann gesund wie er?Er krankt un kränkelt nimmer,Er trotzt der Kälte wie ein Bärund schläft im kalten Zimmer. Er zieht sein Hemd im Freien anund läßt´s vorher...
05.02.2012
Gedicht des Tages
Wer sich der Einsamkeit ergibt
Wer sich der Einsamkeit ergibt "Wer sich der Einsamkeit ergibt, Ach der ist bald allein; Ein jeder lebt, ein jeder liebt Und läßt ihn seiner Pein." Wer sich dem Weltgewühl ergibt, Der ist zwar nie allein. Doch was er lebt und was er liebt, Es wird wohl nimmer sein. Nur wer der Muse hin sich gibt, Der weilet gern allein, Er ahnt, daß sie ihn...
31.01.2012
Gedicht des Tages
Ick bin in Tempelhof jeboren ...
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber Ick bin in Tempelhof jeboren ... Ick bin in Tempelhof jeboren Der Flieder wächst mich aus die Ohren. In meinem Maule grast die Kuh. Ick geh zuweilen sehr und schwanger Auf einem Blumen-i-o-anger Mein Vater, was sagst Du dazu? Wir gleichen sehr den Baletteusen, Pleureusen -...
30.01.2012
Gedicht des Tages
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber Bildgedicht von Ilse Dunkel, siehe...
22.01.2012
Gedicht des Tages
Hinaus Seh' ich die Vögel fliehn in die Nester, Ist eine Träne dem Auge erlaubt; Denn nur die Sorge ist meine Schwester, Nirgends bett' ich mein heimatlos Haupt. Drum denn hinaus ins Freie! ins Weite! Nichts nenn' ich mein, drum gehört mir das All; Jubelnd begrüßen mich, die Befreite, Wandernde Stürme mit Donnerschall. Hoch von der...
21.01.2012
Gedicht des Tages
Das Herz im Tempel der Waldeinsamkeit
Waldeinsamkeit O zaubergrüne Waldeinsamkeit, Wo alte, dunkle Fichten stehn und träumen, Wo klare Bächlein über Kiesel schäumen In tief geheimer Abgeschiedenheit. Nur Herdenglockenlaut von Zeit zu Zeit, Und leises Säuseln oben in den Bäumen, Dann wieder Schweigen wie in Tempelräumen, O zaubergrüne Waldeinsamkeit! - Hier sinkt des...
20.01.2012
Gedicht des Tages
Immer wieder der Gleiche ... !
Icke Ick sitze hier und esse Klops. Uff eenmal klopps. Ick kieke, staune, wundre mir, uff eenmal jeht se uff, de Tür. Nanu, denk ick, ick denk, nanu! jetzt is se uff, erst war se zu. Ick jehe raus und kieke, und wer steht draußen? - Icke! Anonymus - Viele verschiedene...
19.01.2012
Gedicht des Tages
Wo der Kreis sich wogend rundet
Das Schiff Das eilende Schiff, es kommt durch die WogenWie Sturmwind geflogen. Voll Jubel ertönt's vom Mast und vom Kiele:"Wir nahen dem Ziele." Der Fährmann am Steuer spricht traurig und leise:"Wir segeln im Kreise." Marie von...
17.01.2012
GEDICHT DES TAGES
Altersweisheit: Alles kommt von selbst
Von selbst Spare deine guten Lehren Für den eigenen Genuß.Kaum auch wirst du wen bekehren, Zeigst du, wie mans machen muß. Laß ihn im Galoppe tollen, Reite ruhig deinen Trab.Ein zu ungestümes Wollen Wirft von selbst den Reiter ab. aus: Wilhelm Busch: Schein und Sein - Kapitel...
15.01.2012
Gedicht des Tages
Der erste Morgenstrahl bei Sonnenaufgang
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber Der Morgen Fliegt der erste MorgenstrahlDurch das stille Nebeltal,Rauscht erwachend Wald und Hügel:Wer da fliegen kann, nimmt Flügel! Und sein Hütlein in die LuftWirft der Mensch vor Lust und ruft:Hat Gesang doch auch noch Schwingen,Nun, so will ich fröhlich...
14.01.2012
Gedicht des Tages
Wegweiser "Jetzt mußt du rechts dich schlagen,Schleich dort und lausche hier,Dann schnell drauflos im Jagen -So wird noch was aus dir." Dank! doch durchs Weltgewimmel,Sagt mir, ihr weisen Herrn,Wo geht der Weg zum Himmel?Das eine wüßt ich gern. Joseph von Eichendorff...
13.01.2012
Gedicht des Tages
Nie bist du ohne Nebendir Eine Wiese singt.Dein Ohr klingt.Eine Telefonstange rauscht.Ob du im Bettchen liegstOder über Frankfurt fliegst,Du bist überall gesehen und belauscht. Gonokokken kieken,Kleine Morcheln horcheln.Poren sind nur Ohren.Alle Bläschen blicken. Was du verschweigst,Was du den andern nicht zeigst,Was dein Mund sprichtUnd...
06.01.2012
Gedicht des Tages
Der Musensohn Durch Feld und Wald zu schweifen,Mein Liedchen wegzupfeifen,So gehts von Ort zu Ort!Und nach dem Takte reget,Und nach dem Maß bewegetSich alles an mir fort. Ich kann sie kaum erwarten,Die erste Blum im Garten,Die erste Blüt am Baum.Sie grüßen meine Lieder,Und kommt der Winter wieder,Sing ich noch jenen Traum. Ich sing ihn in...
01.01.2012
Gedicht des Tages
Palmström Palmström steht an einem Teicheund entfaltet groß ein rotes Taschentuch:Auf dem Tuch ist eine Eichedargestellt sowie ein Mensch mit einem Buch. Palmström wagt nicht, sich hineinzuschneuzen.Er gehört zu jenen Käuzen,die oft unvermittelt-nacktEhrfurcht vor dem Schönen packt. Zärtlich faltet er zusammen,was er eben erst...
26.12.2011