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18.04.2008
Hoch im Norden liegt Grönland, die größte Insel der Welt. Zum Beobachten des Nordlichtes eignet sich Grönland wie kaum ein anderer Ort auf der Welt. Die spektakulärsten Lichtphänomene erscheinen am klaren dunklen Nachthimmel um die Mitternachtszeit, zwischen September und April. Die Nordlichter werden auch Aurora Borealis genannt.
Die frühesten Berichte über Polarlichter sind über 2.000 Jahre alt. In den verschiedenen Kulturen entstanden um jene Lichterscheinungen viele Sagen. Sie erzählen von den Aktivitäten von Göttern und Geistern, sowohl in Form von Kämpfen oder Tänzen. Einer bekannten Sage zufolge ist das tanzende Nordlicht ein Zeichen dafür, dass die Geister der Verstorbenen mit einem Walrossschädel Fußball spielen. Aber auch als Mitteilungen an die Menschen wurden diese Lichter angesehen. In Science Fiction Romanen oder Filmen werden mit dem Erscheinen von Polarlichtern auch oftmals übernatürliche Ereignisse ausgelöst.
Im 18. Jahrhundert wurden die ersten Bestrebungen unternommen, die Entstehung von Polarlichtern wissenschaftlich zu erklären. Seitdem wurden verschiedene Theorien erstellt, jedoch ist der genaue Ablauf der Polarlichtentstehung bis heute noch nicht vollständig geklärt.
Bei den Polarlichtern geht man davon aus, dass elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes, hauptsächlich Elektronen aber auch Protonen, Alpha-Teilchen und einige schwere Ionen auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dabei werden die vorhandenen Luftmoleküle zum Leuchten angeregt, das verschiedenfarbig sein kann. Von der US National Science Foundation wird eine wissenschaftliche Station in der Nähe von Kangerlussuaq in Grönland unterhalten, die sich mit dem Studium der Nordlichter befasst. (cg)