2017: Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte haben knapp elf Mio. Tonnen Lebensmittel entsorgt

Rund 91 Prozent der Deutschen ist bewusst, dass mit den Lebensmitteln auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden verschwendet werden, heißt es in einer GfK-Studie.

81 Prozent der Deutschen haben sich vorgenommen, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf eine GfK-Studie für das Ernährungsministerium.

Demnach geben rund 86 Prozent der Frauen und rund 72 Prozent der Männer an, Lebensmittelabfall bewusst vermeiden zu wollen.

Nach Schätzungen von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) haben Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte in diesem Jahr knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt.

„Davon wären zwei Drittel vermeidbar“, sagte Schmidt der Zeitung. Er halte an seinem Ziel fest, diese Abfälle bis 2030 zu halbieren. Nach der Studie sind 85,5 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Verbraucher für einen Großteil des Lebensmittelabfalls verantwortlich sind.

Rund 91 Prozent ist bewusst, dass mit den Lebensmitteln auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden verschwendet werden.

Rund 74 Prozent sind davon überzeugt, dass auch der Einzelne etwas gegen Verschwendung tun kann. Ältere Personen (rund 85 Prozent) sind bei der Müllvermeidung aktiver als jüngere (rund 76 Prozent), auch Personen in den neuen Ländern (rund 88 Prozent) gehen intensiver gegen Lebensmittelverschwendung vor als Personen in den alten Bundesländern (rund 79 Prozent).

34 Prozent wollen besser auf die Lagerung ihrer Lebensmittel achten, 52 Prozent die Reste besser verwerten. (dts)