AfD: Merkels Neujahrsansprache „vollkommen an Realität vorbei“

Epoch Times, Samstag, 2. Januar 2016 10:21
Die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin stieß auf scharfe Kritik der AfD. Sie sei „beinahe zynisch“ und gehe „vollkommen an der gesellschaftlichen Realität“ vorbei kritisierte AfD-Sprecher Alexander Gauland.
AfD-Sprecher Gauland kritisierte Merkels Neujahrsansprache als "beinahe zynisch" (Foto 21.Oktober, Halle)
AfD-Sprecher Gauland kritisierte Merkels Neujahrsansprache als "beinahe zynisch" (Foto 21.Oktober, Halle)
Foto: Jens Schlueter/Getty Images

"Die Neujahrsansprache der Kanzlerin geht vollkommen an der gesellschaftlichen Realität in Deutschland vorbei. Merkel ignoriert die Ängste der Deutschen und verlangt von ihnen blindes Vertrauen in ihre Politik. Vor dem Hintergrund ihrer Chaos-Politik in der Asylkrise ist das beinahe zynisch“, so Gauland in einer Pressemitteilung.

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„Die unkontrollierte Zuwanderung ist keine Chance für Deutschland, sie stellt eine Gefahr für unsere Gesellschaft dar. Wir wollen nicht, dass sich Deutschland durch einen derartigen Zustrom aus den arabischen Ländern verändert. Zuwanderung kann nur dann eine Chance darstellen, wenn sie kontrolliert und nach Kriterien erfolgt, die sich am Interesse unserer Gesellschaft orientieren. Eine Obergrenze, Integrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sollten hier ganz oben auf der Liste stehen.“

Das Gegenteil sei jedoch derzeitig der Fall: „Jeder, der will, kann nach Deutschland einreisen. Ganz egal, ob Terrorist, Wirtschaftsmigrant oder Flüchtling. Familiennachzug inklusive. Dieser Zustand führt direkt ins gesellschaftliche Chaos. Wer so etwas als Chance beschönigt, hat vor der Realität offenkundig kapituliert“, kritisierte der AfD-Sprecher.

Gauland nutzte die Mitteilung auch als Wahlwerbung in eigener Sache: „Die Neujahransprache von Frau Merkel beweist, dass es bei den etablierten Parteien kaum noch Unterschiede gibt. Wer nicht will, dass sich Deutschland 2016 durch unkontrollierte Zuwanderung dramatisch zu unserem Nachteil verändert, dem bleibt nur noch die AfD." (rf)



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