ARD-Chefredakteur räumt ein: „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ verfälschen Bild von Asylbewerbern

Epoch Times20. Oktober 2015 Aktualisiert: 20. Oktober 2015 10:30
Der ARD-Chefredakteur räumte ein, dass die Flüchtlingskrise von den Medien falsch dargestellt werde. Kameraleute würden hauptsächlich Familien mit Kindern filmen, während jedoch 80 Prozent der Migranten junge Männer seien.

In der Flüchtlingskrise ist in den Medien meistens von Notleidenden Familien die Rede. Im Fernsehen sind weinende Kinder und verzweifelte Frauen zu sehen. Doch dieses Bild zeigt nur einen Bruchteil der wahren Situation. 

Der Chefredakteur von ARD aktuell hat nun eingeräumt, dass die "Tagesschau" und "Tagesthemen" ein verfälschtes Bild von Asylbewerbern, die nach Deutschland kommen zeigen. "Wenn Kameraleute Flüchtlinge filmen, suchen sie sich Familien mit kleinen Kindern und großen Kulleraugen aus", sagt Kai Gniffke, vor Medienexperten in Hamburg, berichtet die Jungefreiheit.
Die Realität wäre jedoch, dass "80 Prozent der Flüchtlinge" die nach Deutschland einwandern "junge, kräftig gebaute, alleinstehende Männer sind". Die Fernseh-Berichterstattung vermittelt deshalb ein oft unzutreffendes Bild der Lage. "Wir müssen sensibel sein, damit die Bildauswahl nicht allzu sehr auf Kinder fokussiert wird", fordert Gniffke. (so)

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