ARD und ZDF – Staatsfunksender wollen zusätzliche Milliarden

Die öffentlich-rechtlich Verantwortlichen von ARD und ZDF fordern weitere Gelder für ihre Arbeit. Dabei entspicht die Gesamtsumme der neuen Vier-Jahres-Forderungen dem BIP von Serbien. Doch nicht genug: Für Werbeverluste soll jetzt der Gebührenzahler aufkommen.

Die öffentlich rechtlichen Sender von ARD, ZDF & Co. wollen vom Gebührenzahler weitere 38,51 Milliarden Euro für die kommenden vier Jahre als Budget. Diese Größenordnung ist beim Staatsfernsehen nicht unüblich. Auch im letzten Vier-Jahres-Zeitraum wurde ordentlich reingelangt, wenn es da auch 3,5 Milliarden weniger waren.

Dem wollte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) nicht ganz beipflichten. Sie kürzte den Mehretat von 3,5 Milliarden um 949,5 Millionen, immerhin.

Die Privaten müssen sich weiterhin mit Werbung finanzieren. Auch viele unabhängige kleinere Medien müssen weiterhin zusehen, wie sie klarkommen. Diese sind nämlich nicht an den Gebührenmilliarden beteiligt.

Alerdings soll es jetzt teilweise weniger Werbung im Öffentlich-Rechtlichen geben. Ein neues WDR-Gesetz will die Werbung im Hörfunk des Senders reduzieren. Dies brachte die ARD gleich auf den Plan. Sie fordert deswegen eine Kompensation, die vom Bürger aufgebracht werden soll, meldete die "Junge Freiheit".

ARD-Chefin Karola Wille dazu: "Der Medienpolitik muß bewußt sein, daß jegliche Einschränkungen bei Werbemöglichkeiten nach dem Verfassungsgrundsatz der bedarfsgerechten Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei der Berechnung des Rundfunkbeitrags vollständig ausgeglichen werden müssen." (sm)