Auferstanden aus dem Mittelalter: Ahmad Abul Baraa – Der Salafistenprediger aus der Berliner Moschee

Frauen sollen keine bunten Farben und auch kein Parfüm tragen, so der Prediger. Sie würden sich dadurch zum "Lustobjekt" machen, wie die Frauen der Ungläubigen. "Wenn du belästigt werden möchtest, dann zieh dich an wie alle anderen Frauen, die ebenfalls belästigt werden möchten." Diese Aussage stammt aus einem neuen Video des Salafisten-Predigers Ahmad Abul Baraa aus Berlin.

Seine radikal mittelalterliche Weltsicht predigt er ungehindert in der umstrittenen as-Sahaba-Moschee in Berlin-Wedding, welche der Verfassungsschutz 2015 als „Treffort der Salafisten“ einstufte.

Hier predigte auch der Rapper Deso Dogg, bevor er sich dem IS in Syrien anschloss.

„Ehrung“ für die Frau

Der Berliner Salafisten-Prediger Ahmad Abul Baraa bezeichnet die Beschneidung von Frauen als „Ehrung“. Laut einem Video des Predigers von 2012 heißt es dazu: „Wenn die Frau eine Überlänge bei der Klitoris besitzt, so hat sie ein sehr großes Verlangen nach Intimität. Indem dieses kleine Stück von der Klitoris entfernt wird, normalisiert sich das Verhältnis von dieser Frau zur Intimität“, so zitiert der „Berliner Kurier“ den Salafisten.

Laut Ulla Barreto vom Verein Tabu e.V., der sich gegen Genitalverstümmelung einsetzt, sei das „blanker Unsinn“. Die Auswirkungen seien verheerend, die Frauen behalten Narben zurück, es komme bei Geburten zu Problemen deswegen. Trotzdem würden manche Prediger das immer noch als ehrenhaft für die Frau propagieren.

In Deutschland ist diese Genitalverstümmelung illegal.“

(Ulla Berreto, Vorsitzende Tabu e.V.)

Ahmad Abul Baraa zu dem grausamen Ritual: Die Beschneidung bei der Frau sei im Islam zwar nicht verpflichtend, aber eine „Ehrung“ der Frau.

Inzucht erlaubt

Doch wie findet ein junger Mann seine Ehepartnerin unter all den Vollverschleierten heraus? Auch da hat der Prediger eine passende Antwort parat:

Die Cousine zu heiraten ist ja erlaubt.“

(Prediger Ahmad Abdul Baraa)

Der Moslem solle keine Frau auf der Straße ansprechen, sondern sich lieber in der eigenen Familie umhören.

Der Prediger auf Facebook

Die Predigten des Ahmad Abul Baraa in der Berliner Moschee, seine „Unterrichte“ für die Muslime, werden nicht im Netz veröffentlicht.

Doch schon seine veröffentlichten Videovorträge sind bedenklich, was seine rund 10.000 Youtube-Follower nicht weiter zu stören scheint. Auch auf Facebook arbeitet der Salafistenprediger offenbar unbehelligt, trotz Heiko Maas, die Amadeu-Antonio-Stiftung um IM Viktoria und Hate Speech. Hier berät er Muslime in Fragen des gesellschaftlichen Lebens, z. B. was man tut, wenn man von einem Ungläubigen gegrüßt wird und ob eine Muslima einem Arzt die Hand geben darf. Auf Facebook stellt der Prediger auch seine Handy-Nummer zur Verfügung, als quasi Notfall-Seelsorger.

Seit mehreren Jahren schon lädt der Prediger seine Clips im Internet und spricht über beinahe jedes Thema. Der Kern seiner Offenbarungen ist es, zu erklären, was den Muslimen erlaubt ist und was nicht. (sm)