Nach Frauenmord in Berlin-Wedding: Täter versuchten in Türkei zu fliehen – Warum starb Marianne M. (55)?

Als eine Passantin am Vortag zu Weihnachten eine Frauenleiche in einer Sternendecke auf dem Gehweg fand, gab der Fall noch viele Rätsel auf. Doch inzwischen wurden Tatverdächtige festgenommen ...

Samstag, 23. Dezember, morgens in Berlin-Wedding: Eine Passantin macht eine merkwürdige Entdeckung in der Fehmarner Straße. Es war gegen 8.30 Uhr, als der Frau das ungewöhnliche Bündel auf dem Gehweg vor dem kleinen Bauschuttcontainer auffiel. Etwas war in eine graue Decke mit weißem Sternenmustern gewickelt worden.

Der Fund kam der Frau nicht geheuer vor, sie alarmierte die Polizei.

Eine Funkwagenbesatzung fuhr zum Ort und entdeckte in dem Bündel den Leichnam einer bislang unbekannten Frau.“

(Polizeibericht)

Nach der Obduktion stand fest, dass sie „unter massiver Gewalteinwirkung zu Tode kam“, meldet die Polizei Berlin.

Bei dem Opfer handelt es sich um die zweifache Mutter Marianne Mechel aus Reinickendorf. Nun ist die Polizei hinter dem Mörder der 55-Jährigen her.

Mordverdächtige auf Flughafen festgenommen

Eine Woche nach dem Fund der Leiche von Marianne Mechel nahm die Polizei am Samstagmittag zwei Tatverdächtige fest, die über den Flughafen Schönefeld in die Türkei flüchten wollten.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten, handelt es sich um einen 36-Jährigen, der aus der Berliner Drogenszene bekannt ist, sowie seine 27-jährige Begleiterin.

Den beiden Verdächtigen werde gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen, teilten die Behörden mit. Sie sollten noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Zeugenaufruf der Polizei

Die Fahnder der 2. Mordkommission in der Keithstraße 30 in Tiergarten bitten um Hinweise aus der Bevölkerung unter Telefon 030 / 4664 – 911 222 oder per E-Mail an [email protected] und fragen:

  • Wer hat Marianne MECHEL, ca. 1,80 Meter groß, in der vergangenen Woche gesehen?
  • Wer kann Angaben zu ihren Aufenthaltsorten machen?
  • Wer hat mit ihr Kontakt gehabt, mit ihr gesprochen?
  • Wer hat in der Zeit vom 22. Dezember 20 Uhr bis 23. Dezember 7 Uhr verdächtige Beobachtungen in der Fehmarner Straße, kurz vor der Einmündung in die Föhrer Straße gemacht?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Aktuell hatte Frau Mechel, anders als auf dem Foto, dunkle Haare getragen.

Laut „B.Z.“ sei die graue Sternen-Muster-Decke die bisher einzige Spur im Mordfall. Der neben dem Fundort gestandene Schuttcontainer wurde von der Polizei zur Spurensicherung abtransportiert. Doch die Polizei ist sich sicher, dass hier nicht der Tatort war.

Ein eingesetzter Spürhund fand keine Spur, berichtet die „Bild“.

Wir haben zwölf Hinweise bekommen. Doch bislang fehlt eine heiße Spur zum Täter.“

(Michael Gassen, Polizeisprecher)

Ursprünglich soll die Frau aus München stammen, aber schon länger in Berlin leben. Die 55-Jährige soll vermutlich erwürgt worden sein. Sie hinterlässt zwei Kinder.

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