Berlin: Möchtegern-Chicago-Gangster stellt sich nach Öffentlichkeitsfahndung

Knapp vier Monate versuchte die Polizei einen Raubüberfall in Berlin-Charlottenburg zu lösen, bevor sie sich mit den Bildern einer Überwachungskamera an die Presse wandte. Innerhalb von einem Tag meldeten sich zwei gesuchte Personen, wovon einer die Tatbeteiligung dementierte.

Tatort Berlin-Charlottenburg, 10. September 2016: Es war Samstagmorgen gegen 5.30 Uhr, als ein 35-jähriger Mann aus einer Nachtbar in Berlin-Friedrichshain kam und mit zwei Männern in ein Taxi einstieg. Zuvor hatte er die beiden in der Bar flüchtig kennengelernt. Man wollte sich die Fahrt nach Charlottenburg teilen.

Dort angekommen stiegen sie aus, das Taxi fuhr weiter. Laut Polizei hätten die beiden Männer den 35-Jährigen dann in eine Hofeinfahrt geschoben, geschlagen und getreten. Dabei klauten sie seine Wertgegenstände. So die Aussage des Opfers. Der Überfall geschah in der Wilmersdorfer Straße Ecke Pestalozzistraße.

Bei dem Überfall erlitt der 35-Jährige mehrere Schürfwunden, verzichtete jedoch auf eine ärztliche Behandlung, berichtete der „Berliner Kurier“.

Mit der geraubten Kreditkarte des Mannes wurde daraufhin an mehreren Bankautomaten Geld abgehoben. Dabei konnte die Überwachungskamera einer Bankfiliale Bilder von den zwei Männern machen.

Die Polizei verwendete diese am 06. Januar 2017 zur Öffentlichkeitsfahndung, worauf sich noch am selben Tag die beiden Männer bei der Polizei meldeten. Zuerst meldete sich einer der beiden auf einem Polizeirevier und gab an, „nicht an der Tat beteiligt gewesen zu sein“, so die Polizei. Auch am selben Tag, gegen 15 Uhr, meldete sich ein Rechtsanwalt bei der Polizei und gab an, dass es sich bei dem zweite Gesuchten um seinen Mandanten, einen 20-Jährigen handelt.

 

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