Berliner Polizeiskandal: Arabische Praktikantin fotografierte interne Fahndungsfotos vom Dienstrechner

Die Kreise des Skandals um die Berliner Polizeiakademie werden größer und größer. Fast täglich kommen neue Informationen ans Licht. Der Unterschied zwischen politisch korrektem Wunschdenken und der Realität des Lebens scheint doch beachtlich zu sein ...

Schlag auf Schlag kommen neue Meldungen im Zusammenhang mit Verstrickungen der Berliner Polizeiakademie mit kriminellen arabischen Großfamilien.

Polizeipräsident Kandt sagte heute laut „Tagesspiegel“ in einer Sondersitzung des Innenausschusses:

Niemand kann bisher irgendetwas belegen, alle Hinweise sind anonym, aber die Kollegen geraten dadurch in Misskredit.“

(Klaus Kandt, Polizeipräsident Berlin)

Es habe Bewerbungen von Angehörigen arabischer Großfamilien gegeben, „aber die waren nicht erfolgreich“, so Kandt. Auch seine Stellvertreterin ist sich sicher:

Unterlagen per WhatsApp verschickt

Jetzt soll eine Studentin für Allgemeines Verwaltungsrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) auf einem Polizeiabschnitt festgenommen worden sein.

Die junge Frau (20), die laut Nachfrage der „Bild“ bei der Polizei einen arabischen Migrationshintergrund hat, soll vertrauliche Unterlagen insgeheim abfotografiert haben, als sie als Praktikantin im Abschnitt 41 im Bezirk Schöneberg tätig war. Dort war sie auf eigenen Wunsch untergekommen, so das Blatt.

Die 20-Jährige nutzte ihren Zugriff auf die Dienstrechner der Behörde und fotografierte Fahndungsbilder von arabischen Clan-Mitgliedern und Fernschreiben. Die Aufnahmen verschickte sie dann per WhatsApp mit bisher unbekanntem Ziel.

Als Polizisten von den geheimen Tätigkeiten der jungen Frau Kenntnis bekamen, setzten sie sie fest. Die Kriminalpolizei der Direktion 4 ermittelt nun wegen Verrats von Dienstgeheimnissen. Ein Polizeisprecher sagte der „Bild“:

Dabei han­delt es sich um ein Foto einer Fahn­dung, die im In­tra­net ver­öf­fent­licht wurde sowie um einen po­li­zei­in­ter­nen Warn­hin­weis, der be­hör­den­weit ge­steu­ert wurde.“

(Thomas Neuendorf, Polizeisprecher)

Öffentlicher Druck steigt

Mittlerweile berichtet auch das öffentlich-rechtliche ZDF über das Thema im „Morgenmagazin“: „Hass, Gewalt und schlechtes Benehmen“ von Polizeischülern mit Migranten-Hintergrund, sowie Kontakte zu Rockergruppen und kriminellen Großfamilien.

Doch das ist nicht verwunderlich, denn immerhin beschäftigt sich mittlerweile auch der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses mit dem Thema, dank des inzwischen auch öffentlichen Drucks.

Doch Polizeisprecher Thomas Neuendorf meint, dass die Aufnahmekriterien für Polizeischüler schwere Straftaten und organisierte Kriminalität ausschließen und sogar bei Jugendstraftaten wie Farbschmierereien, Sachbeschädigung oder Ladendiebstahl nachrecherchiert wird, ob sich die Person inzwischen charakterlich gefestigt hat, um bei der Polizei anzufangen.

Wenn das Fass überläuft …

In einer Audiodatei sagte ein Polizeiausbilder kürzlich anonym und brachte damit den Stein ins Rollen:

Das sind keine Kollegen, das ist der Feind. Das ist der Feind in unseren Reihen.“

(Polizeiausbilder, anonym)

Ein Einzelfall? Mitnichten. Ein weiterer Polizeibeamter fasste den Mut, sich zu äußern, schriftlich, auch anonym:

Bewerber aus diesen Großfamilien werden – trotz Strafakte – in der Polizei angenommen.“

(Brief eines LKA-Beamten, anonym)

Man kann nur hoffen, dass jetzt noch mehr Beamte den Mut fassen, in irgendeiner Form an die Öffentlichkeit zu gehen.

Alles im rot-rot-grünen Bereich?

Doch die Polizeiführung im rot-rot-grün regierten Berlin sieht das offenbar anders, weist die Vorwürfe von sich:

Für mich erschöpft sich dieses Schreiben in haltlosen, diffamierenden, möglicherweise sogar strafrechtlich relevanten Bemerkungen. Ich werde dieses Papier nicht kommentieren.“

(Klaus Kandt, Polizeipräsident)

Na dann alles klar, alles im rot-grünen Bereich, oder? Da hat der anonym berichtende LKA-Beamte aber eine ganz andere Realitäts-Wahrnehmung:

Hier steht zweifelsohne bereits im Raum, dass diese Unterwanderung der arabischen Großfamilien bereits begonnen hat. […] Es ist nur noch die Frage, wann zwischen rivalisierenden Ethnien in der Polizei zwischen zwei Kollegen der erste Schuss fällt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.“

(Brief eines LKA-Beamten, anonym)

Auch Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei relativiert, dass die GdP seit Monaten solche Nachrichten erreichen würden, „aber nie von direkt Betroffenen“.

Aber wer sind nun eigentlich diese direkt Betroffenen, wenn nicht Ausbilder und langjährige Beamte, die sich nur über einen anonymen Kanal wagen, diese Missstände anzusprechen? Und: Warum wurde bisher nicht gehandelt, wenn doch schon seit Monaten „solche Nachrichten“ die Polizei-Gewerkschaft erreichen?

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