Bewaffneter Horror in jüdischer Arztpraxis – Amtsgericht Siegburg lässt Palästinenser mit Geldbuße davonkommen

"Dann wurde dreimal ‚Allahu Akbar‘ gerufen – in dem Moment dachte ich, es ist alles vorbei. Ich dachte, er hat Dr. Tan und seine Frau getötet.", schilderte eine Sprechstundenhilfe den alptraumhaften Angriff auf ihren Chef.

Das Amtsgericht Siegburg in NRW verhandelte kürzlich den Fall einer islamistischen Attacke auf einen jüdischen Arzt in Troisdorf durch einen 45-jährigen Palästinenser und seine Söhne. Da man dennoch einen religiös/politischen Hintergrund im Vorfeld des Prozesses bereits ausschloss, wurden die Täter lediglich wegen gemeinschaftlicher Nötigung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung verurteilt. Doch weder die Angeklagten noch das Opfer oder die Staatsanwaltschaft waren mit dem Urteil zufrieden.

Der Fall wird also demnächst am Bonner Landgericht neu verhandelt.

Doch was genau war eigentlich damals im Juli 2016 passiert und wie viel das Urteil des Gerichts dazu aus?

19-Jähriger stritt mit Arzt um Behandlungsmethode

Es war der erste Arbeitstag von Dr. Tan nach seinem Urlaub. Ein 19-Jähriger, der Sohn des Palästinensers, wurde nach der Behandlung eines Wadenbeinbruchs aus dem Krankenhaus entlassen. Da er sich offenbar nicht weiter um seine Verletzung kümmerte, bekam er Schmerzen und ging zu Dr. Tan zur Behandlung.

Der Patient kam gegen zehn Uhr, er war in Begleitung seiner Freundin, die verschleiert war. Er strahlte Aggression aus, die verstärkte sich, als ich ihn behandelte.“

(Dr. Tan)

Doch es kam zu Unstimmigkeiten zwischen dem Arzt und dem Patienten bezüglich der Behandlungsmethode: „Ich habe ihm alles erklärt, auch Übungen gezeigt, die er machen soll. Aber er hörte mir gar nicht zu.“ Daraufhin verließ der junge Mann unter wüsten Beschimpfungen die Praxis. Freunde des 19-Jährigen riefen sogleich den Vater des 19-Jährigen an und beklagten, dass dieser beleidigt worden sei.

Der Mann mit dem Rambo-Messer

Daraufhin stürmte der 45-jährige Palästinenser mit seinen beiden Söhnen (19, 15) und einem Rambo-Messer mit gezackter 40-Zentimeter-Klinge die Praxis.

Der Vater trat die Praxistür mit den Worten ‚Wo ist der Hurensohn? Den bring’ ich um‘ auf. Wir sind dann nach vorne und haben gesehen, wie er so etwas wie eine Machete gezogen hatte.“

(Arzthelferin)

Sie sei dann mit zwei Kolleginnen und zwei Patientinnen in eine Behandlungskabine geflüchtet. Dort alarmierten sie die Polizei.

„Ich operierte gerade, als meine Frau um Hilfe rief“, erinnerte sich Dr. Tan an jenen Moment, als der Alptraum begann. Er eilte nach vorne, um seiner 54-jährigen Ehefrau beizustehen. Der Palästinenser erblickte den Arzt und kam mit dem Rambo-Messer auf ihn zu.

Dabei brüllte er ‚Ich bin Palästinenser, ich habe so viele Juden abgestochen‘.“

(Dr. Tan)

Irre islamistische Hinrichtungs-Szene

Während Frau Tan versuchte, ihren Mann zu schützen, schlug der Palästinenser die Frau mehrfach ins Gesicht. Dann schleuderte er eine schwere Marmorbüste von der Empfangstheke nach ihr, verfehlte nur knapp.

Die Sprechstundenhilfe erinnert sich, dass sie draußen „Schreie und Sachen herumfliegen“ hörten:

Dann wurde dreimal ‚Allahu Akbar‘ gerufen – in dem Moment dachte ich, es ist alles vorbei. Ich dachte, er hat Dr. Tan und seine Frau getötet.“

(Sprechstundenhilfe)

Im Empfangsraum spielten sich gleichzeitig dramatische Szenen ab. Die beiden Söhne des 45-Jährigen packten den Arzt und hielten ihn fest.

Ihr Vater schrie mich weiter an: ‚Entschuldige dich bei meinem Sohn, geh auf die Knie und küsse seine Hand‘.“

(Dr. Tan)

Daraufhin versuchte der 15-jährige Sohn den Arzt von hinten herunterzudrücken.

Er schrie ‚Allahu Akbar‘ – dann wollte er mich enthaupten!“

(Dr. Tan)

In dem Moment erscheint die Polizei am Tatort und der Palästinenser flüchtet mit seinem 15-jährigen Sohn, während der 19-jährige Sohn und dessen verschleierte Freundin verhaftet werden.

Abends kamen die Geflüchteten mit ihrem Anwalt zur Polizeiwache, um sich zu stellen.

Dreifache Berufung gegen Milde-Urteil

Der Hauptangeklagte bekam für seine irren Auftritt eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro, sein 19-jähriger Sohn eine Geldstrafe von 1.000 Euro und der jüngste Angreifer, der 15-jährige Sohn des Palästinensers, kam mit 70 Sozialstunden davon, wie der „Bonner Generalanzeiger“ berichtet.Doch selbst mit diesem milden Urteil war die Täter-Familie nicht zufrieden, sie ging in Berufung.

Seit dem bewaffneten Übergriff durch den Palästinenser und seine Söhne sind Dr. Tan und seine Frau in Behandlung. Das Erlebte hat sie erheblich gezeichnet, sie traumatisiert. Während der Attacke zog sich der Arzt auch noch einen Muskelabriss in der Leiste zu und wurde nur Stunden später unter Verdacht auf einen Herzinfarkt in eine Klinik eingewiesen.

Sowohl das Opfer als Nebenkläger als auch die anklageführende Staatsanwaltschaft gingen ebenfalls in Berufung, fanden das Strafmaß reziprok nicht angemessen.

Siehe auch:

Sie drohten Arzt mit Enthauptung: Täter wieder frei