Bundesregierung will Opel-Beschäftigte „voll“ in Übernahmegespräche einbeziehen

Die Opel-Mutter General Motors (GM) aus den USA und PSA mit den Marken Peugeot, Citroën und DS hatten am Dienstag bekanntgegeben, dass sie über einen Eigentümerwechsel für das defizitäre Europageschäft von GM verhandeln. Dazu gehört neben Opel auch Vauxhall aus Großbritannien.

Die Bundesregierung will dafür sorgen, dass die Opel-Mitarbeiter eng in die Gespräche um eine mögliche Übernahme des Unternehmens durch PSA aus Frankreich eingebunden werden. „Es ist notwendig, die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen voll in den weiteren Gesprächsprozess einzubeziehen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Am Freitagvormittag treffen sich die Opel-Mitarbeiter in Rüsselsheim zur Betriebsversammlung.

Machnig versicherte, Bund und Länder wollten in Bezug auf Opel „eng zusammenarbeiten“. Gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften würden sie „für den Erhalt der Standorte, der Arbeitsplätze, des Entwicklungszentrums und der betrieblichen Vereinbarungen arbeiten“.

Die Opel-Mutter General Motors (GM) aus den USA und PSA mit den Marken Peugeot, Citroën und DS hatten am Dienstag bekanntgegeben, dass sie über einen Eigentümerwechsel für das defizitäre Europageschäft von GM verhandeln. Dazu gehört neben Opel auch Vauxhall aus Großbritannien.

Die britische Regierung gab sich am Donnerstag zuversichtlich. GM wolle den Erfolg von Vauxhall sichern – es gehe nicht um Rationalisierungen, erklärte der für Unternehmen zuständige Staatssekretär Greg Clark. Er wies darauf hin, dass der US-Konzern zuletzt „große Investitionen“ in mehreren Vauxhall-Standorten getätigt habe. Seine bisherigen Gespräche mit GM-Vertretern bezeichnete Clark als „konstruktiv“.

Unterdessen forderte der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger einen Einsteig der öffentlichen Hand bei Opel. „Opel muss verstaatlicht und in einen Mobilitätskonzern der Zukunft umgebaut werden“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Die mögliche Übernahme durch PSA lasse „keine Zukunftsperspektive für Opel und vor allem für die Opel-Beschäftigten erkennen“. Das Unternehmen beschäftigt hierzulande mehr als 18.000 Menschen. (afp)

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